Museum : Rückblick auf Weltkriegsgeschehen

Laden zu den Vorträgen ein: das Führungsduo Achim Jabusch (li.) und Ingo Dobberitz.
Laden zu den Vorträgen ein: das Führungsduo Achim Jabusch (li.) und Ingo Dobberitz.

Ausstellung im Museum am Wasserturm wird durch umfangreiches Vortragsprogramm ergänzt.

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20. März 2014, 12:00 Uhr

Die bisher aufwendigste Ausstellung des Vereins für Kultur und Geschichte ist auch eine der erfolgreichsten – über 600 Besucher sahen sich „Helm ab zum Gebet – 100 Jahre Ausbruch Erster Weltkrieg“ im Museum am Wasserturm in den ersten sechs Wochen an. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagt der Vorsitzende Achim Jabusch. Auch erste Schulklassen seien schon da gewesen, weitere würden folgen.

Neben dem Verein für Kultur und Geschichte Hohenlockstedt und dem Historischen Seminar der Christian Albrechts-Universität Kiel haben auch der Geschichtsverein Wibilinga in Wewelgem (Belgien) und das Jägermuseum in Kauhava (Finnland) an der Konzeption mitgearbeitet. In der Ausstellung informieren Stellwände über die Entstehung und Auswirkungen des Krieges, auch das Leid der Soldaten und Zivilbevölkerung wird dargestellt. Umrahmt werden die Tafeln von Gegenständen aus der Kriegszeit, die überwiegend aus dem Besitz des Vereinsmitglieds Thorsten Mildebrath stammen.

Schleswig-Holstein war vom Krieg zwar nicht direkt betroffen, aber es wurde massiv aufgerüstet, um die Nordgrenze zu schützen. Außerdem wurden Tausende Soldaten aus dem Lockstedter Lager an der Westfront verheizt – darüber und über andere lokale und regionale Zusammenhänge informieren noch das ganze Jahr über begleitende Vorträge. Der Verein konnte dafür zahlreiche Experten gewinnen.

Den nächsten Vortrag hält der in Finnland lebende deutsche Historiker Dr. Agilof Kesselring am Donnerstag, 27. März, um 19 Uhr in der Gaststätte Zum kühlen Grund. Sein Thema: „Die deutsche militärische Intervention in Finnland 1918 – Verlauf – Bedeutung – Erinnerung.“ Kesselring ist unter anderem auf die Militärgeschichte des 20. Jahrhunderts in Finnland spezialisiert und hat zahlreiche Bücher und Aufsätzen zu diesem, aber auch anderen Themen verfasst.

Über „Das Lockstedter Lager zwischen 1914 und 1918 berichtet der Hohenlockstedter Ortshistoriker Siegfried Schäfer am Donnerstag, 10. April (19 Uhr, Hotel Stadt Hamburg). Im zweiten Teil seiner Ausführungen geht Schäfer auf Vorgänge im Lager, Ausbildung der finnischen Freiwilligen und Heimkehr der Kriegsgefangenen ein.

„Ernst Barlach und das Lockstedter Lager“ ist Thema von Christian Meurer am Internationalen Museumstag, Sonntag, 18. Mai (13 Uhr, Museum). Der Journalist und Buchautor lebt in Hohenlockstedt.

Dr. Jann Witt, Historiker des Deutschen Marinebundes am Ehrenmal in Laboe, referiert Donnerstag, 22. Mai (19 Uhr, Stadt Hamburg) über „Die Kaiserliche Marine im Ersten Weltkrieg.“ Dr. Witt ist Verfasser mehrerer Bücher und Aufsätze zur Landesgeschichte und zur europäischen See- und Marinegeschichte.

Mit „Soldaten aus Schleswig-Holstein in japanischer Kriegsgefangenschaft“ beschäftigt sich Dr. Peter Janocha, Vorsitzender der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Schleswig-Holstein, am Donnerstag, 12. Juni (19 Uhr , Stadt Hamburg).

Der Journalist Björn Marnau spricht Donnerstag, 28. August (19 Uhr, Stadt Hamburg) über „Jagdflieger aus dem Kreis Steinburg und Schleswig-Holstein“. Dazu zählen unter anderem der Münsterdorfer Carl Degelow und der Itzehoe Werner Steinhäuser, der im Geschwader des „Roten Barons“ Manfred von Richthofen flog.

Die September-Veranstaltung (Donnerstag, 25., 19 Uhr, Stadt Hamburg) bestückt Volkram Gebel vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit dem Vortag „Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge – ein Eckpfeiler der Gedenkkultur.“

„Erinnerungen an 1914 bis 1939 und 1989 bis 1991 aus der Perspektive eines Zeitgenossen und Zeitzeugen, Jahrgang 1945“ lautet das Thema von Reinhard Egge, Sprecher der Regionalen Arbeitsgruppe des Vereins „Gegen Vergessen - für Demokratie (Donnerstag, 30. Oktober, 19 Uhr , Stadt Hamburg).

Jeweils vor den Vorträgen - von 17.30 bis 18.30 Uhr - ist auch die Ausstellung um Museum geöffnet.

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