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Itzehoer Haushalt : Rote Zahlen sind jetzt schwarz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Finanzlage der Stadt Itzehoe hat sich in diesem Jahr deutlich verbessert.

von
erstellt am 16.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Fast 3,55 Millionen Euro – mit diesem Minus hat die Stadt in ihrem Haushaltsplan für das laufende Jahr kalkuliert. Jetzt steht der erste Nachtragsetat an, und die Situation hat sich vollkommen verändert: Aus den tiefroten Zahlen ist ein Überschuss in Höhe von knapp 395  000 Euro geworden.

Im fünften Jahr in Folge sei es damit gelungen, das strukturelle Defizit abzubauen, sagte Hauke Carstens, Leiter des Amtes für Finanzen, im Finanzausschuss. Entscheidend waren dafür „sehr hohe Gewerbesteuererträge“: Der Ansatz konnte von 15 Millionen auf 21,5 Millionen Euro nach oben geschraubt werden. Verantwortlich seien dafür Nachveranlagungen und „mehrere Einzeleffekte“ zum Beispiel bei Unternehmen, die im Projektgeschäft tätig seien.

Die deutlich verbesserte Finanzlage verschaffte der Stadt den Spielraum, einige weitere Investitionen in diesem Jahr einzuplanen. So fließen rund eine halbe Million Euro in den Brandschutz im Schulzentrum am Lehmwohld. Auch dank der Hilfe des Sanitärprogramms des Landes profitieren einige Schulen und Sporthallen: die alte Halle an der Kaiser-Karl-Schule, die Hallen in Sude-West und Wellenkamp sowie die Schulen Sude-West und Fehrs-Schule. Für das Wohnprojekt Suder Höhe sind 140  000 Euro eingeplant, und jeweils 25  000 Euro stehen im Nachtragsetat für ökologische Waldpflegearbeiten im Stadtforst und den Mietkauf eines Kommunaltraktors für die Feuerwehr. Die Verschuldung der Stadt aus Investitionskrediten soll nach den neuen Zahlen zum Jahresende bei 34,3 Millionen Euro liegen, knapp drei Millionen weniger als zunächst geplant.

So gut die Zahlen auch sind, sie haben eine Kehrseite. Die hohen Steuererträge hätten „sehr negative Auswirkungen“ auf den Haushalt 2018, stellte Carstens fest. Denn sie flössen mit ein in die Berechnung des kommunalen Finanzausgleichs. „Es wird zum Glück nicht so sein, dass wir gar keine Schlüsselzuweisungen bekommen“, sagte der Kämmerer. Doch statt 3,2 Millionen Euro rechnet er nur mit 400  000 Euro. Bei der Kreisumlage seien ebenfalls deutlich höhere Aufwendungen für die Stadt zu erwarten. Deshalb wird im Nachtragsetat vorgesorgt: Die Stadt bildet Rückstellungen für diese Ausgaben.

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