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Wirtschaft im Aufwärtstrend : Rosige Aussichten für die Westküste

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Egeb-Wirtschaftsförderung zieht eine positive Bilanz und erwartet Fortsetzung des Aufwärtstrends für die Kreise Steinburg und Dithmarschen.

Ausschließlich zufriedene Gesichter gab es bei der Bilanz-Pressekonferenz der Egeb-Wirtschaftsförderung (Egeb) in Itzehoe. Die Landräte der Kreise Steinburg und Dithmarschen als Gesellschafter sowie Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau erwarten ein positives Jahr für die Wirtschaftsregion.

„Angesichts der erfreulichen Ergebnisse des vergangenen Jahres sehen wir auch für 2016 Entwicklungspotenzial, das mit mehr Arbeitsplätzen und einer wachsenden Kaufkraft verbunden ist“, betonte der Steinburger Landrat Torsten Wendt. Die Wirtschaftsförderung auf eine breite Basis zu stellen, sei für die Region Unterelbe eine wichtige Voraussetzung, weil damit die Schlagkraft erhöht werde – sowohl in finanzieller als auch in personeller Hinsicht, betonte Wendt. Zustimmung gab es von seinem Dithmarscher Amtskollegen Jörn Klimant, der die Sinnhaftigkeit der Kooperation unterstrich. „Die Egeb ist in dieser Form eine fortschrittliche Konstruktion. Es ist hochvernünftig, in der Förderung der Wirtschaft kreisübergreifend zu arbeiten“, sagte er. Seit 2004 deckt die Egeb neben Dithmarschen auch Steinburg ab. Für das Jahr 2016 stellen beide Kreise jeweils 500  000 Euro für die Wirtschaftsförderung bereit.

Allein im vergangenen Jahr hat die Egeb mit mehr als 1  200 Beratungs- und Fördermittelgesprächen regionale Unternehmen unterstützt. Dazu gehörten neben der Beratung zur Vergabe von Zuschüssen und Krediten auch die Existenzgründungsberatung sowie die Beratung bei der Unternehmensentwicklung. Die größte Herausforderung aber sei die Ansiedlung neuer Unternehmen und die Investitionsbegleitung. „Das ist sozusagen die Königsdisziplin der Wirtschaftsförderung“, sagte Martina Hummel-Manzau. Unlängst hatte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer die landesweiten Zahlen bekannt gegeben. 134 Unternehmen kamen im vergangenen Jahr neu ins das nördlichste Bundesland. Die Egeb realisierte für die Kreise Steinburg und Dithmarschen in diesem Zeitraum 20 Unternehmensansiedlungen, wodurch mehr als 130 neue Arbeitsplätze entstanden sind. „Die Wahrnehmung der Region als interessanter Standort ist deutlich zu spüren“, so Hummel-Manzau. 2014 hatten sich „nur“ 15 Betriebe in einem der beiden Kreise neu angesiedelt. Den Fokus ausschließlich auf die Unternehmensansiedlung zu legen, wäre verfehlt. „Die Bestandspflege, also die Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Betriebe, ist mindestens genauso wichtig“, betonte die Geschäftsführerin.

Für eine erfolgreiche Bewältigung dieser Aufgaben seien die infrastrukturellen Rahmenbedingungen entscheidend. Insbesondere der Ausbau der Verkehrswege müsse vorangetrieben werden, forderten die Landräte. „Dieser Bereich ist optimierungsbedürftig. Ich würde mir von der Landesregierung dabei mehr Initiative wünschen“, erklärte Jörn Klimant. Mehr als nur einen Schritt weiter ist man im Ausbau der digitalen Breitbandnetze. In Steinburg ist der flächendeckende Ausbau weit vorangeschritten und gilt bundesweit als Vorzeigeprojekt. Dithmarschen wird in naher Zukunft nachziehen. „Breitband ist ein Standortfaktor“, so Hummel-Manzau.

Der positive Trend soll sich im laufenden Jahr fortsetzen. Die Nachfrage nach Standorten mit Wasseranbindung sei gestiegen. „Internationaler Handel findet vermehrt auf dem Wasser statt“, so Hummel-Manzau. Daher sei die Region Unterelbe attraktiv für die maritime Wirtschaft. Die enge Zusammenarbeit der Häfen an der Westküste untereinander und die intensive Kooperation mit Hamburg könnten für die Region insgesamt nur von Vorteil sein, waren sich die Landräte einig.

„Zudem lässt uns die sehr erfolgreiche Entwicklung von jungen, innovativen Unternehmen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken“, erklärte Hummel-Manzau. Eine zunehmende Bedeutung fällt den nahezu komplett ausgelasteten Existenzgründer- und Technologiezentren IZET in Itzehoe, CAT in Meldorf und mariCUBE in Büsum zu. Internationale Delegationen suchen verstärkt den Kontakt zu diesen Zentren. „Daraus ergeben sich für uns nützliche Kontakte“, so Hummel-Manzau. Die Erfolgsgeschichte des IZET lässt Torsten Wendt bereits einen Schritt weiter denken. „Mittelfristig sollten wir uns mit einen Ausbau beschäftigen“, befand der Landrat.

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erstellt am 08.Feb.2016 | 15:00 Uhr

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