Brunsbüttel : Ronja soll den Nachwuchs schulen

Freuten sich über die Indienststellung des neuen Ausbildungsbootes Ronja: (v.li.) Birthe (15), Anna (11) und Ausbilder Klaus Arndt. Foto: Bertschies
Freuten sich über die Indienststellung des neuen Ausbildungsbootes Ronja: (v.li.) Birthe (15), Anna (11) und Ausbilder Klaus Arndt. Foto: Bertschies

Seglervereinigung erwirbt neues Ausbildungsboot für rund 15 000 Euro / Taufe und Inbetriebnahme an Vereins-Slipanlage

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27. April 2013, 09:11 Uhr

brunsbüttel | Das neue Ausbildungsboot Ronja ist da: Zur feierlichen Indienststellung begrüßte der Vorsitzende der Seglervereinigung Brunsbüttel, Dr. Gerd Pösch, zahlreiche Mitglieder an der vereinseigenen Slipanlage. Bevor das 5,5 Meter lange und zwei Meter breite Hubkielboot der c55-Bootsklasse in den Reihen der Seglervereinigung aufgenommen werden konnte, musste es der Tradition entsprechend mit Elbwasser und einem Taufspruch versehen werden. Eine Aufgabe, die bereitwillig von Anna Wieckhorst (11) und Birthe Eberhardt (15) übernommen wurde.

Auf der Mitgliederversammlung im Januar hatte der Vorstand von den Vereinsmitgliedern grünes Licht für die Anschaffung eines neuen Ausbildungsbootes sowie die Bereitstellung finanzieller Mittel in Höhe von rund 17 000 Euro erhalten. Bei der Suche nach einem geeigneten Boot in der richtigen Preisklasse gingen die Blicke auch in das benachbarte Holland hinüber.

Fündig wurde man am Ende jedoch in Flensburg. In der kreisfreien Stadt an der Ostsee wurde das c55-Segelboot zum Kauf angeboten. Mit etwas Verhandlungsgeschick konnte der Preis für das vier Jahre alte und wenig genutzte Boot, das samt Zubehör wie Mast, Segel und einem Trailer verkauft wurde, nochmals deutlich gesenkt werden. So blieb der Vereinsvorstand am Ende rund 2000 Euro unter dem veranschlagten und bereitgestellten Betrag. Spenden in Form eines Segelkleids von Sabine Fiege und eines Außenbordmotors von Heiner Nagel schonten darüber hinaus die Vereinskasse.

"Das Boot ist einfach perfekt für die Ausbildung und entspricht dem, was ich mir für den Verein vorgestellt hatte", zeigte sich Ausbilder Klaus Arndt begeistert. Das vom schwedischen Segelsportler und Olympiamedaillengewinner Pelle Petterson konstruierte und von der schwedischen Firma Cremo Production AB gefertigte Boot dient vor allem in Schweden als Match-Race-Regatta- und Ausbildungsboot. Es gilt als unsinkbar und bietet durch das offene Vordeck bis zu sechs Seglern einen Platz.

Rund sechs bis 15 Jugendliche und Erwachsene nutzen jährlich das Ausbildungsangebot der Seglervereinigung Brunsbüttel. Dies richtet sich nicht nur an Vereinsmitglieder, sondern kann auch von externen Personen genutzt werden, die den Segelschein oder einen Sportbootführerschein erwerben möchten. Die Ausbildung beinhaltet sowohl Theorie als auch Praxis. Wobei die Seglervereinigung den Schwerpunkt insbesondere auf die praktische Ausbildung legt.

"Wir können wohl mit Stolz behaupten, dass wir eine der besten Ausbildungseinrichtungen an der deutschen Westküste sind", so Arndt. Eine Aussage, die ihre Bestätigung in den zahlreichen erfolgreichen Teilnahmen der Seglerjugend an nationalen und internationalen Segelwettbewerben findet. Ebenso wie in den regelmäßigen Einladungen des Brunsbütteler Seglernachwuchses zum Kadertraining unter der Leitung von Trainern des Deutschen Segler-Verband.

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