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Glückstädter Serviceclubs : Rörd Braren bringt die Lions auf Kurs

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Reederei-Inhaber ist bis Juni 2016 der Präsident des Glückstädter Service-Clubs. Ein Schwerpunkt ist sein Interesse für die Seefahrt.

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2015 | 05:30 Uhr

Normalerweise kümmert sich Rörd Braren darum, dass die Frachtschiffe seiner gleichnamigen Reederei Holz, Papierprodukte und andere Güter von Europa nach Afrika transportieren. Seit Juni lenkt der 63-Jährige aber nicht nur die Geschicke seiner Firma, sondern auch die des Lions Clubs International Glückstadt / Elbe.

Wie auch bei anderen Service-Clubs üblich wechselt die Präsidentschaft bei den Lions jährlich. Weil der Präsident vor allem für die Gestaltung des Jahresprogramms verantwortlich ist, bringt das – je nach Interessenschwerpunkt des jeweiligen Amtsträgers – viel Abwechslung mit sich. Der vorherige Präsident, Ulrich Kaufmann, hatte sich ganz dem Thema Ethik verschrieben und zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Ethik in der Medizin und in der Gesellschaft organisiert.

Bei dem Kapitän und Reederei-Inhaber Rörd Braren liegt der Schwerpunkt jetzt wenig überraschend auf der Seefahrt. So wird es in dem kommenden Jahr unter anderem einen Bericht über eine Expedition zum Panamakanal, eine Besichtigung eines Seenotrettungsschiffs in Laboe und einen Vortrag über die ökologischen Herausforderungen und innovativen Techniken für die maritime Industrie geben. Letzteren hält Braren persönlich.

Als gebürtiger Föhrer hat Braren die Schifffahrt quasi mit der Muttermilch aufgesogen. „Meine Familie ist immer zur See gefahren, darunter waren unter anderem auch respektierte Walfang-Kommandeure.“ Nach Kollmar hat den Insulaner 1978 die Liebe geführt, seine Ehefrau Ute stammt gebürtig dorther. Gemeinsam mit ihr hat Rörd Braren drei erwachsene Kinder. Im einstigen Wohnhaus der Familie in Kollmar befindet sich inzwischen nur noch der Sitz der Reederei – Rörd Braren und seine Frau leben seit 17 Jahren in Glückstadt.

Mitglied bei den Lions ist Braren bereits seit 25 Jahren. „Es war mir einfach ein Anliegen, etwas Soziales und etwas Gutes für die Region zu tun“, erklärt er.

Der Club versucht, in seinen Reihen eine große Berufsvielfalt zu haben. „Das klappt allerdings nicht immer. Wir hätten zum Beispiel gerne einen Pastor, Landwirt und Handwerker bei uns.“

Wer Mitglied bei den Lions werden will, muss von einem Clubmitglied vorgeschlagen und einstimmig gewählt werden. „Geeignet ist nur, wer die richtige Einstellung mitbringt“, sagt Braren. „Schließlich lautet unser Club-Motto ,We serve’ – man sollte also bereit sein, der Gesellschaft sowohl etwas von seiner Freizeit als auch von seinem Geld zu geben.“ Neben dem Mitgliedsbeitrag entrichten die Lions-Mitglieder auch freiwillige Spenden an eine Club-eigene Fördergesellschaft. Damit werden die sozialen Projekte der Lions finanziert. So unterstützt der Club beispielsweise regelmäßig die deutsche Minderheit im polnischen Bartenstein und ein Projekt zur Suchtprävention und Gesundheitsförderung an Grundschulen. Einmalige Projekte sind in diesem Jahr etwa die Förderung der Jugendfeuerwehr und des ehrenamtlich arbeitenden ambulanten Hospizes in Glückstadt.

Rörd Braren geht es aber nicht nur darum, bei den Lions Gutes zu tun. „Das Clubleben beinhaltet beides – die soziale Verpflichtung sowie die Kameradschaft und Freizeitgestaltung.“ So unternehmen die Lions jedes Jahr auch einen Wochenendausflug, der vom Präsidenten organisiert wird. „Im letzten Jahr waren wir in Wien, weil Ulrich Kaufmann eine Affinität zu dieser Stadt hat“, erzählt Braren. Er plant eine Wattwanderung auf seiner Heimatinsel Föhr. 2010, als er schon einmal Präsident der Lions war, hatte Braren bereits den Kontakt zu dem Lions-Club auf Föhr geknüpft und eine Wanderung vom Festland auf die Insel durchgeführt. „Im Mai 2016 wandern wir von Amrum nach Föhr.“ Braren hat aber nicht nur das Interesse an seiner Heimatinsel und seine Leidenschaft für die Seefahrt ins Jahresprogramm der Lions eingebracht. Der Club-Präsident interessiert sich auch sehr für die Geschichte der Region und hat deshalb Professor Thomas Steensen von der Uni Flensburg zu einem Vortrag über die Schleswig-Holsteiner und die Friesen eingeladen und Christian Boldt als Vorsitzenden der Detlefsen-Gesellschaft gebeten, über die Festungsgeschichte der Stadt Glückstadt zu berichten. Die Mitglieder des Glückstädter Lions Clubs können sich also auf ein ereignisreiches Jahr freuen.

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