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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 18:35 Uhr

Rockfestival: Harte Riffs im Regen

vom

Marne | "Hosenschlitz-

Solo", "Bühnenskulptur Gazelle" und "Training für Olympia" - neben der Musik begeisterte beim Dithmarscher Rockfestival in Marne bereits am Eröffnungsabend vor allem manche Band mit ihrer Bühnenshow, wie etwa die Kapelle Petra.

Seit Donnerstag geht es auf dem Festivalgelände am Hembüttel Hof wieder rund. 30 Bands greifen beim "Dithmarscher Rockfestival" (DRF) in die Saiten. Drei Tage lang stehen internationale Interpreten aus der Alternative- und Indie-Szene auf zwei Bühnen.

Das Festival wurde mit nicht ganz so vielen Besuchern, aber in gewohnt guter Stimmung eröffnet. Nach dem Auftakt mit der Band Nogge leitete Björn Paulsen (bekannt aus der Show

"X-Factor") auf die Kapelle Petra über, die mit frechen deutschen Texten und vor allem mit ihrer Bühnen-Show begeisterte. Darin spielte vor allem der ehemalige Bassist, aufgrund seiner rundlichen Körperfülle liebevoll "Gazelle" genannt, eine Hauptrolle. Das Trio um Frontmann und Sänger Guido Scholz ("Opa"), mit Rainer Siepmann (Bass, Gesang, Orgel) und Markus "Ficken" Schmidt (Schlagzeug, Orgel) im biederen Retro-Look auf der Bühne, ließ keinen Gag aus und spielte sich damit, erstmals auf dem Festival, gleich in die Herzen der Zuhörer.

Vor der Bühne rockten Ronja aus Meldorf und Kathrin aus Friedrichskoog ordentlich mit. Eigentlich wegen Itchy Poopzkid und Bakkushan gekommen, gefiel ihnen das auch schon sehr. "Das Festival ist immer schön wegen der guten Bands, die hier auftreten", sagte Ronja, und stürzte sich auch schon wieder mit ihrer Freundin ins Getümmel.

Sänger Guido Scholz freute sich trotz der etwas lichten Reihen vor der Bühne hinterher: "Es ist ein sympathisches Festival in familiärer Atmosphäre." Und weil das so war, wurden sie spontan von den Veranstaltern gleich noch einmal für einen weiteren Auftritt am folgenden Abend gebucht.

Für die Fans der gepflegten Rockgitarre gab es dann im inzwischen strömenden Regen bei Run Liberty Run harte Riffs auf die Ohren. Frisch vom Wacken Open Air zurück, beeindruckte die Band mit ihren harten Coverversionen von Rihanna und David Guetta - und trank ansonsten mit den Fans auch gerne Jägermeister, den sie auf einem Tablett im Publikum verteilte.

Gestern rockte nach Le Fly, der Kapelle Herrenweide (beide aus Hamburg) und Black Head Lion der erste große Headliner, Vayden aus Phoenix/Arizona, ab, bevor Musiker Daniel Wirtz und Monopilot das Programm vervollständigten.

Heute wird das Festival mit einem ebenso hammerharten Programm abgeschlossen. Neben Holly Would Surrender, We Were Giants und Land in Sicht geht es mit den Broadway Killers aus Dänemark ebenso heftig ab wie mit Metal von Soylent Green.

Indie und Alternative Rock gibt es von Bakkushan aus Mannheim, Country-Fun-Punk mit den Yankee Noodles aus Heide auf die Ohren. Harter, schneller Rock kommt von Warner Drive aus Hollywood, bevor Itchy Poopzkid mit deutschem Punkrock heute Nacht das Festival lautstark beenden werden. Es gibt noch Tickets an der Abendkasse.

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erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

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