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Wewels-Rock-City : Rockfest – jetzt sind die Lichter aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das war’s: Die achte Auflage von Wewels-Rock-City wird auch die letzte gewesen sein. Das zweitägige Fest der „Superlative“ setzt dem Rockfestival in Wewelsfleth einen würdigen Abschluss.

„WRC goodby!“, lautete das Motto des diesjährigen Wewels-Rock-City Festivals. Bereits im Vorfeld der achten Veranstaltung im Wewelsflether Störstadion hatten die Macher erklärt, dass es das letzte Rockfestival unter ihrer Leitung sein wird. Mit einem zweitägigen Fest der Superlativen setzten sie sich am Wochenende ein kleines Denkmal – nicht nur in der Störgemeinde, sondern weit über Ortsgrenzen hinaus.

„Ich hoffe, ihr werdet es Euch nach einem Jahr der Schaffenspause noch einmal überlegen und vielleicht ja doch noch weitermachen“, sprach Ingo Karstens vielen, der zahlreichen Besuchern aus dem Herzen. Gleichzeitig sicherte der Ehrenbürgermeister dem sechsköpfigen Organisationsteam dafür die breite Unterstützung der Gemeinde zu.

Gleich 15 Bands stellten an den beiden Veranstaltungstagen ihre musikalischen Qualitäten unter Beweis und spielten jeweils ihr Best-of-Programm. Mit dem Punk-Rock-Trio Broadway Killers aus Dänemark und dem australischen Multiinstrumentalisten Rhys Crimmin im Line-Up erhielt die Veranstaltung auch in diesem Jahr erneut einen internationalen Charakter. Zwei gleich große Bühnen, bestückt mit erstklassiger Sound- und jeder Menge Lichttechnik, hätten den Vergleich mit den Spielflächen namhafter Großveranstaltungen nicht zu scheuen brauchen. Statische Bühnenauftritte gab es so gut wie keine. Ganz im Gegenteil, die Musiker nutzen den ihnen zur Verfügung gestellten Raum, um dem Publikum nicht nur akustisch, sondern mit eindrucksvollen Bühnenshows auch visuell einiges zu bieten. Lediglich Maggers-United-Sänger Piet Mosh brauchte noch etwas mehr Platz und mischte sich kurzerhand unter das Publikum. Die fünf Musiker aus der Hansestadt zogen binnen weniger Augenblicke das Publikum mit ihrem „Schnodder-Rock“ in den Bann und luden gar zum Crowdsurfing von der Bühne ein.

Mit Rockabilly, Rock’n’Roll und Psychobilly überzeugte die Elmshorner Musiker von Rock a Radio. Der Musikstil der 50er Jahre fand nicht nur unter den älteren Jahrgängen seine Anhänger, sondern lud auch die jüngeren Generationen zum Tanzen ein.

Für ein besonderes Musikerlebnis sorgte der Australier Rhys Crimmin. Der Solokünstler, der sich auf der anderen Seite der Erde bereits eine breite Fangemeinde erspielt hat und derzeit durch Deutschland tourt, sollte am Freitagabend eigentlich in der Itzehoer Lauschbar auf der Bühne stehen. Kurzerhand ließ er sich jedoch zu einem Gig auf dem WRC überreden – ganz zur Freude der Festivalbesucher. Der Ausnahmemusiker präsentierte eine Mischung aus Reggae bis hin zu fußstampfendem Blues. Dabei vereinte der Multiinstrumentalist unverkennbare Klänge des Didgeridoo mit dem bluesigen Sound der Mundharmonika, harmonischen Gitarrenriffs, dem Takt der Fußdrums und seiner rauen, gefühlvollen Stimme zum klangreichen Hörgenuss.

Bereits zum dritten Mal erwies sich das dänische Punk-Rock-Trio Broadway Killers auf dem WRC als Garant für Bombenstimmung und gute Musik. Untermalt von einer atemberaubenden Feuershow des Hamburger Aktionskünstlers Chris Jacobs präsentierten die sympathischen Dänen neben bereits bekannten Hits auch viele neue Lieder ihrer aktuellen CD.

Für den musikalischen Ausklang sorgte die Party-Rock-Formation Chachura, die es sich nicht nehmen ließ, sich eigens für die Veranstaltung noch einmal zusammenzufinden, nachdem sich die Bands bereits vor einiger Zeit aufgelöst hatte. Gemeinsam mit diversen Gastmusikern sorgten sie noch einmal für Stimmung, bevor die Lichter auf den Bühnen des WRC erloschen.

Mit einer gehörigen Portion Wehmut blickten Stephan Klose, Beni Oster, Florian Rossbach, Andrea und Uwe Giese sowie Rolf Hesse auf die vergangenen Veranstaltungen zurück. „Es war eine unglaublich schöne, wenn auch häufig sehr anstrengende Zeit, denn mit der Organisation einer solchen Veranstaltung ist doch sehr viel Arbeit verbunden“, resümierten die Veranstalter. Einen Dank sprachen sie allen Sponsoren, Helfern, Festivalbesucher und Bands aus, die das Wewels-Rock-City Festival begleitet haben.

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