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Stadtjubiläum : Ringreiten wie zu Zeiten des Königs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bärbel Pätzmann bereitet zum Glückstädter Stadtjubiläum ein besonderes Event für Reiter vor. Ein Name für die Veranstaltung wird noch gesucht.

Bärbel Pätzmann arbeitet im Glückstädter Rathaus. Sie gehört auch zum Organisationsteam der 400-Jahr-Feierlichkeiten. Und obwohl die Glückstädterin keine ausgewiesene Pferdeexpertin ist, laufen bei ihr die Fäden für das geplante Ringreitturnier zusammen. „Einfach, weil ich die Idee dazu hatte“, sagt sie. Am Sonnabend, 19. August, sollen am Königsdeich Reiter aus der gesamten Region um Ruhm und Ehre streiten. Das Turnier hat durchaus historische Wurzeln, die sich bestens in die Jubiläumsfeiern einfügen. „Schon Dänenkönig Christian IV. war ein begeisterter Ringreiter“, betont Bärbel Pätzmann.

Ursprünglich war geplant, an gleicher Stelle eine historische Schlacht aus der Zeit des 30-jährigen Krieges nachzustellen. Doch Wallenstein und seine Leute werden Glückstadt kein zweites Mal belagern. Zu teuer und zu aufwendig sei das Projekt gewesen, erklärt Pätzmann. Als Schauspieler hätte die Stadt extra eine Truppe aus dem fernen Bayern anheuern müssen. „Außerdem passt Krieg spielen nicht in unsere unruhigen Zeiten“, ist die Rathaus-Frau überzeugt. Als das Schlachtengetöse thematisch vom Tisch war, musste umdisponiert werden. Heraus kam das Ringreitturnier. Genauer gesagt das Ringstechen. „Das hat hier in der Region Tradition.“

Weil sie selbst keine Pferdenärrin ist, mussten gleich zu Beginn der Planungen Fachleute mit ins sprichwörtliche Boot geholt werden. Das Organisationsteam fand diese in Form des Beidenflether Ringreitvereins „Doppeleek“, was übersetzt „Doppeleiche“ heißt. „Der Verein stellt die Anlagen, die Stadt Glückstadt tritt als Veranstalter auf“, erklärt Pätzmann. Die Ausschreibungen für das Turnier würden spätestens im Mai losgehen. Wobei geplant sei, „dass jeder Reiter mitmachen kann“. Wenn das Feld groß genug werden sollte, sind drei parallele Reitbahnen in Planung. Auch der Nachwuchs soll auf seine Kosten kommen: Wahrscheinlich dürfen die Kinder unter Führung ebenfalls in den Sattel steigen.

Zudem wird es ein unterhaltsames Rahmenprogramm geben. Dressur-Vorführungen sind ebenso vorgesehen wie eine Quadrille. Den Höhepunkt und voraussichtlichen Abschluss des Tages dürfte die Siegerehrung bilden. Als Lohn für die Mühen arbeitet Pätzmann „an besonderen Medaillen“. Gesucht wird übrigens noch ein passender Eigenname für das erste Glückstädter Ringreitturnier. Wer eine Idee hat, kann sich direkt mit Bärbel Pätzmann telefonisch unter 04124/930231 in Verbindung setzen.

Fest umrissen ist hingegen bereits der Ablaufplan. Gestartet werden soll auf dem historischen Marktplatz, wo sich gegen 11 Uhr alle Reiter treffen werden. Es folgt ein Marsch zum Veranstaltungsgelände. Für den Fanfarenzug soll unter anderem das Areal am Fleth kurzzeitig gesperrt werden. Am Königsdeich angekommen, beginnen dann die Wettkämpfe. Wobei voraussichtlich nur im Einzel um den Sieg gekämpft wird. „Einen Teamwettbewerb wird es wohl nicht geben“, so Pätzmann. Noch zu klären sei, ob ein Startgeld verlangt wird oder nicht. So oder so: Herzlich willkommen sind alle Reiter, die in einem historischen Kostüm antreten. Schließlich soll das Ringreitturnier ja in die 400-Jahr-Feier Glückstadt eingebettet werden.

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