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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 13:36 Uhr

Aktion : Riesen-Ansturm auf Sticker-Album

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

SVA-Projekt großer Erfolg – schon nach einer Stunde mehr als die Hälfte der Sammelhefte mit Spieler- und Mannschaftsfotos vergriffen.

Sie hatten ja schon mit großem Interesse gerechnet. Was sich aber in der Begegnungsstätte in Wilster abspielte, sobald der Startschuss fiel, übertraf alle Erwartungen von Ralf Maron und Marc Behmer, den Initiatoren des SV-Alemannia-Sticker-Albums. Am Wochenende wurde neben dem Wilstermarsch-Stadion am Schulzentrum unter großem Medieninteresse dieses erste Amateur-Sticker-Album in Schleswig-Holstein vorgestellt – mit einer eigenen „Kick-Off-Party“. Für die Beteiligten und Fußballanhänger gab es da kein Halten mehr: Hunderte Interessenten rissen den Organisatoren und Helfern sowohl die Alben als auch die Tütchen mit den Aufklebern förmlich aus der Hand, denn pro Person gab es ein kostenloses Sammelalbum. Ab jetzt können die Sammelwütigen in ihrem Album der Firma „MyFooza“ auf 70 Seiten genau 478 Fußballsticker ihres SVA, ihrer Freunde, Mannschaftskameraden und Vorstandsmitglieder einkleben.

Die Idee einer Spielermutter aus dem Verein war zuvor in insgesamt viermonatiger Arbeit umgesetzt worden. Fotograf Marc Behmer hatte die Vereinsmitglieder an zwei Tagen mit einem mobilen Studio einzeln abgelichtet. Sie wurden dann wie bei der WM und der EM im Profifußball in bunte Porträt-Aufkleber fürs Album verwandelt.

An einem Bierpilz, an dem sonst Frischgezapftes über den Tresen geht, wurden die Tütchen mit den Bildchen verkauft. Dort stand Christa Ehlers mit drei weiteren Frauen. Die wurden von dichten Menschentrauben umlagert, denn jeder wollte so viele Tütchen wie möglich kaufen. „Die werden wir heute noch alle los“, war sie zuversichtlich. Auch Mutter Soja Meziani stand mit zweien ihrer drei Söhne, Noah (8, Torwart, F1-Jugend) und Ilias (5, G-Jugend), im Gedränge. Sie wollte aber nicht gleich beide Alben komplett voll machen. „Wir sind erst einmal zufrieden, wenn wir beide Kinder in einem der Tütchen gefunden haben“, sagte sie. „Dann sind wir hinterher lieber bei den Tauschtagen dabei.“ Janina Nagel (15) aus Flethsee von der B-Jugendmannschaft Wilstermarsch-Beidenfleth fand: „Eine schöne Idee und eine gute Erinnerung für später.“ Sie empfand das Shooting „anstrengend und es hat lange gedauert“. Auch ihre Mannschaftskollegin Maria Fernanda Birner (16), Torhüterin der B-Mädchen- und 1. Damenmannschaft, gefiel die Idee. „Wenn wir irgendwann in anderen Vereinen sind, kann ich später mal sagen: Da habe ich gespielt.“

Auch die Mütter Anja Bielinski aus Neuendorf-Sachsenbande mit ihrem Sohn Ben (10, E2, Mittelfeld) und Tanja Giese aus Nortorf mit Sohn Till (9, E4, Mittelfeld) hatten sich die Alben gesichert. „Für die Kinder ist es toll, wenn sie sich selber sehen, und die Eltern sind auch stolz“, sagte Anja Bielinski. Tanja Giese erzählte, sie hätten auch schon bei der WM und EM gesammelt. „Jetzt müssen die Jungs an den Tauschtagen teilnehmen, denn sie haben genug Freunde dafür.“

Unterdessen saß Nino Lappanese, Stürmer der 1. Herrenmannschaft, mit seiner Frau Franziska und Töchterchen Isabella (3) vor einem großen Haufen aufgerissener Tütchen an einem Tisch. „Ich habe mich selber noch nicht gefunden“, sagte er, als er auch schon das nächste Papier aufriss.

In der Begegnungsstätte hatte die Damenmannschaft an einem mit Heften, Bildchen und Tütchen übersäten Tisch Platz genommen und war bereits heftig dem Tauschfieber erlegen. Mittelfeldspielerin Elina Staade trug sich auch bei Mannschaftskollegin Ann-Christin Heutmann per Unterschrift in ein auf der letzten Seite des Albums dafür vorgesehenes Feld ein. „Ich werde das bis zu Ende sammeln“, kündigte sie schon einmal an. Stürmerin Mona Lucht stellte fest, als sie Tütchen für Tütchen aufriss: „Am Anfang ist es am einfachsten, das macht richtig Spaß“, zog auch schon ein weiteres Bildchen ab und klebte es ein. Am gegenüberliegenden Tisch saßen die verletzten Spieler des Tages und gaben gegen einen Stempel auf die Hand die Alben aus. „Wir sind schon nach einer Stunde über die Hälfte der insgesamt 1000 Hefte losgeworden“, sagte Kenney Beetz. „Es sind bereits 37 500 Sticker, also 7500 Tütchen, verkauft“, erzählte Axel Dimpker, und Mannschaftskollege Henrik Schröder sagte: „Es ist cool, dass wir in Schleswig-Holstein der einzige Verein sind, der so etwas auf die Beine gestellt hat.“

Die beiden Initiatoren, Ralf Maron und Fotograf Marc Behmer, wussten im großen Gedränge selbst fast nicht, was sie sagen sollten. „Es ist einfach unglaublich, ich bin hellauf begeistert von dieser Resonanz“, sagte Behmer. Und Maron wies noch einmal auf den guten Zweck der ganzen Veranstaltung hin: „Die Einnahmen aus dem Verkauf der Alben und Sticker kommen anteilig der Jugendabteilung zu.“



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erstellt am 04.Nov.2014 | 12:00 Uhr

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