Skatturnier : Richtig reizen bis ins Finale

Hofft auf das richtig gute Blatt: Jörg Wamser spielt am Wochenende bei einem großen Skatturnier in Berlin mit.
Foto:
1 von 2
Hofft auf das richtig gute Blatt: Jörg Wamser spielt am Wochenende bei einem großen Skatturnier in Berlin mit.

Glückstädter Skatspieler Jörg Wamser hofft beim „GameDuell Skatmasters“ in Berlin auf einen Gewinn von 25 000 Euro. Er plant Skatturnier zur 400-Jahr-Feier Glückstadts.

von
23. Juli 2015, 12:00 Uhr

Den Gegner „schnellstmöglichst kennenlernen“ und wissen, wie er spielt: Das ist das Geheimnis von Jörg Wamser. Es ist seine Menschenkenntnis, die ihm neben dem Kartenglück zum siegreichen Skatspiel hilft. Im vergangenen Jahr wurde der Glückstädter 23. – bei dem großen Turnier in Berlin, dem GameDuell Skatmasters“. 730 Euro Preisgeld nahm er mit nach Hause. Diesmal hofft der 50-Jährige auf einen noch größeren Erfolg. Denn dem Sieger winken 25000 Euro Preisgeld. Jetzt am Wochenende tritt er wieder an. Und er weiß: Die Konkurrenz unter den 150 Spielern ist groß.

„Es ist das größte Skatturnier der Welt“, erklärt Wamser. Er ist jetzt zum siebten Mal dabei und sehr zuversichtlich: „Ich habe mich von Jahr zu Jahr verbessert.“ Einmal pro Woche trifft er sich mit anderen Skatspielern, die in der Herzhorner Gaststätte „Zur Linde“ im Club „Glückstädter Matjes“ spielen und trainieren. „Wir sind 17 Aktive und würden uns freuen, wenn noch mehr dazu kommen.“

Jörg Wamser hat viele Kartenspiele, so auch Skat, bereits als Kind gelernt. Er weiß aus Erfahrung: „Jeder Gegner spielt anders.“ Es gibt welche, die mutig reizen, es gibt aber auch passive Spieler. Spätestens nach dem dritten Spiel könne er seine Mitspieler einschätzen. „Mit welcher Farbe kommt der Spieler heraus, was wirft er ab und wie bringt er das Spiel nach Hause“, seien Kriterien, auf die er achtet. Die Regeln beherrschen und die Trümpfe mitzählen, das ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Klar ist: „Bei solch einem Turnier darf sich ein Spieler keinen Fehler erlauben. 20, 30 Punkte sind entscheidend für die Qualifikation. Verwerfen - das darf gar nicht passieren“, sagt er zu den Vorrunden, die gespielt werden am Sonnabend. Am Sonntag dann gibt es zum Schluss nur noch die Runde der Besten, die im Fernsehen auf Sport 1 übertragen wird. „Und alles wird von offiziellen Schiedsrichtern genau überwacht.“

Qualifiziert hat sich Jörg Wamser für das Berliner Turnier über das Internet. „Dort spielen auch Hobbyspieler mit.“ Pro Woche hätten sich von über 45 drei Spieler qualifiziert. Mitspielen kostet pro Runde zehn Euro. „Ich war schon nach der dritten Woche dabei.“

Jörg Wamser fährt mit Ehefrau Tanja nach Berlin, denn Unterkunft und Verpflegung für beide im Maritim Hotel ist durch seine Qualifikation kostenfrei. „Das bezahlt der Veranstalter.“ Ein Ziel hat der Spitzenspieler außer dem Berliner Turnier noch: „Ich bin noch nie Vereinsmeister geworden“, sagt er zur starken Konkurrenz in seinem Verein.

Auch die Glückstädter profitieren von seinem Können und dem seiner Mitspieler im Club „Glückstädter Matjes“. Denn zur 400-Jahr-Feier der Stadt Glückstadt in 2017 soll es in der Elbestadt ein „größeres Turnier“ geben. Mit dänischen Gästen, zu Ehren des Stadtgründers, dem dänischen König Christian IV. Dass es die Veranstaltung geben wird, ist klar. Nur wann genau, das muss noch besprochen werden.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen