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Glückstadt Maritim : Richtfest für neuen Werkschuppen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Rigmor“-Förderverein baut neben der Slipanlage am Hafenkopf. Europäische Union und Stadt finanzieren das Vorhaben.

„Die Rigmor lebe hoch!“ Nach diesem Spruch nahm Uwe John sein Glas mit Schnaps und warf es auf den Werkschuppen, den er zurzeit baut. Denn gestern wurde am Hafen Richtfest gefeiert. Der Förderverein Rigmor hatte zu diesem Anlass zahlreiche Gäste eingeladen.

Als der Vorstand des Fördervereins für den historischen Zollkreuzer „Rigmor“ 2004 den Pachtvertrag für das Gelände am Hafenkopf unterzeichnen sollte, hatte Heiner Sonderfeld eine Idee. Sonderfeld war damals als Sanierungsträger zuständig für den Ausbau des Hafenkopfes. „Er sagte, es wäre gut, wenn dort ein Schuppen steht“, schätzt Alexander Nürnberg, Vorsitzender des Rigmorvereins, heute den Weitblick. „Und die Stadt hat diesen Schuppen dann auch in den Lageplan mit aufgenommen.“

Im vergangenen Jahr plante der Vereinsvorstand neben der Slipanlage einen neuen Container aufzustellen. Doch die statische Berechnung ergab, dass dies genauso aufwändig gewesen wäre, wie der Bau eines Schuppens. Auch weil ein Fundament benötigt wurde. „Dann haben wir die Möglichkeit gesehen, neu zu bauen,“ sagt Alexander Nürnberg. Mit Uwe John fand der Verein denjenigen, der das Projekt jetzt praktisch umsetzt. Der Schuppen ist 15 Meter lang und fünf Meter breit und wird auch als Winterlager dienen.

Mit dem ehemaligen Malermeister Peter Meyer (70) hatte der Vorstand jemanden, der sich um das Projekt kümmerte. Und zwar so erfolgreich, dass das Gebäude mit 80  000 Euro aus EU-Geldern finanziert wird. 15  000 Euro gibt die Stadt zu. „Dadurch wurde der Bau erst möglich“, sagt Alexander Nürnberg. Als ideelle Begleiter sind der Fischereiverein Glückstadt, der Rigmorverein und die „Nelly & Leslie“ beigetreten. Nürnberg ist Mitbesitzer des historischen Schiffes „Nelly & Leslie“, das seinen Liegeplatz vor dem Gelände hat. Begeistert ist der Rigmorvereinsvorsitzenende von der „tollen Unterstützung der Stadt“.

Möglich sei die Finanzierung zu 100 Prozent, weil die Gelder aus dem Topf für das Fischwirtschaftsgebiet Glückstadt kämen, erklärte gestern Anke Rohwedder vom Büro Region Nord beim Richtfest. Die Ingenieurin hatte das Geld über diesen Fördertopf eingeworben. Damit sich die Förderung auch widerspiegelt, werden am Schuppen später historische Bilder angebracht: von Schiffen, Walfang, Heringen, dem Fischereiverein bis hin zur ehemaligen Werft, die einst am Hafenkopf stand.

Für die Stadt Glückstadt gratulierte der stellvertretende Bürgervorsteher Wolfgang Engemann den Bauherren. „Ein ansehnlicher Bau“, lobte er.

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erstellt am 21.Jul.2017 | 05:08 Uhr

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