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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 20:34 Uhr

Glückstadt : Rhinbrücke: Fahrbahn jetzt verengt

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Tragfähigkeit ist eingeschränkt: Landesbetrieb plant für 2018 eine neue Brücke zu bauen

von
erstellt am 09.Dez.2016 | 17:11 Uhr

Jetzt ist sie enger geworden: Die Stadtstraße, die über die Rhinbrücke führt. Schon im August wurde vom Landesbetrieb für Straßenbau angekündigt, dass die Bundesstraße 431 an dieser Stelle verengt werden muss – von bisher sieben Meter auf 5,50 Meter. Zuvor hatten Experten für Brückenbau der stark verkehrsbelasteten Straßenbrücke kurz hinter der Einmündung Nordmarkstraße eine schlechte Tragfähigkeit bescheinigt. Die Berechnung hatte der Landesbetrieb in Auftrag gegeben. Bereits im Sommer war klar, dass die in die Jahre gekommene Brücke mit ihren alten Fundamenten und Trägern muss so schnell wie möglich erneuert werden muss. Denn auf der Bundesstraße fahren täglich im Schnitt rund 7000 Autos und Lastwagen.

Jetzt wird ein Vorentwurf für eine neue Brücke erarbeitet. „Unklar ist noch, welches Brückensystem wir nehmen werden“, sagt Holger Buhmann, zuständiger Ingenieur für das neue Bauwerk beim Landesbetrieb. „Jetzt handelt es sich um ein Dreifeldbauwerk mit Stahlträgern.“ Die heutige Rhinbrücke wurde 1956 gebaut und auf Querträger-Stöße geschweißt. Für die Gründung der Flusspfeiler wurden seinerzeit die Holzpfahlgründungen der ursprünglichen Brücke aus dem Jahr 1868 genommen. Das auf diesem Holz nicht mehr gebaut werden kann, ist klar. „Es muss neu gegründet werden“, sagt Buhmann.

„Bis dahin wird das jetzige Bauwerk aber ständig in kurzen Abständen kontrolliert.“ Sollten sich zum Beispiel Schäden an Schweißnähten darstellen, dann müsse sofort gehandelt werden. Weitere Einschränkungen wären denkbar, doch das müssten dann Statiker prüfen. „Angestrebt wird der Neubau der Brücke bereits in 2018.“ Über Kosten kann Holger Buhmann noch nichts sagen. Nur, dass es sich das Gesamtvolumen um die zwei Millionen Euro bewegen könnte. Aber auch das seien nur erste Schätzungen.

Da die Straße so stark befahren wird, muss vor dem eigentlichen Neubau eine provisorische Brücke stehen. Diese könnte über Gelände der Papierfabrik Steinbeis führen, deren Geschäftsführung hat dies bereits angeboten.

Mit der Einengung jetzt können sich keine zwei Lastwagen mehr auf der Brücke begegnen. Lediglich zwei Autos kommen bequem aneinander vorbei. Geregelt wird alles mit Verkehrszeichen, denn eine Ampellösung hätte häufiger Rückstauungen bis in die Verkehrskreisel hinein zur Folge. Deshalb haben die aus Richtung Innenstadt kommenden Verkehrsteilnehmer jetzt an der Rhinbrücke bei entgegenkommenden breiteren Autos Vorrang. Warten müssen die aus Richtung Nordmarkstraße herannahenden Fahrzeuge.


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