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Politikkurse : Rhetorikseminar für Einsteigerinnen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit Projektreihe sollen Frauen im Kreis Steinburg motiviert werden, sich (kommunal-)politisch zu engagieren

Das Angebot: Rhetorik für Einsteigerinnen – zweite Auflage. Das Ziel: Frauen Mut machen, sich auch vor einer größeren Menschenmenge durch freies Sprechen zu behaupten. Der Hintergrund: Frauen dazu motivieren, sich politisch zu engagieren und sich entsprechend artikulieren zu können. Insbesondere auf kommunaler Ebene. Denn nach wie vor sind Parteien, entsprechend Gemeinde- und Stadtvertretungen sowie der Steinburger Kreistag, nicht paritätisch besetzt.

„Seit September 2012 läuft unsere Projektreihe Politik sucht Frau“, erzählt die Kreisgleichstellungsbeauftragte Tinka Frahm, und sei landesweit einzigartig. Der Rhetorikkursus mit Sabine Mutumba gehört in diese Reihe, ist überparteilich angelegt. Er findet Freitag, 29. April, 16 bis 20 Uhr, und Sonnabend, 30. April, 9.30 bis 17.30 Uhr im Muschelzimmer des Kreishauses Itzehoe, Viktoriastraße 16 -18, statt. Zwölf Frauen können teilnehmen, Kosten Pro Person: 30 Euro. Anmeldungen nimmt Tinka Frahm bis zum 16. April unter frahm@steinburg.de oder 04821/69373 entgegen.

Das Kommunale Frauennetz (KopF e.V.), die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Steinburg in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und mit Unterstützung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung sind Veranstalter des Rhetorik-Seminars. Dessen Erstauflage im Jahr 2014 sei schon ein großer Erfolg gewesen. Mit dem Effekt, das Angebot auf jeden Fall zu wiederholen, um mehr Frauen die Möglichkeit zu bieten, sich rhetorisch schulen zu lassen: sowohl aktiven Politikerinnen (ordentliche oder bürgerliche Mitglieder einer Fraktion oder Wählergemeinschaft) und interessierten Frauen. Im Pressegespräch warben die Organisatorinnen Tinka Frahm, Gerlinde Böttcher-Naudiet, Sina Esselborn-Große, Ilona Adamski, Renate Schmidt und Wiebke Tischler für diese und in 2016 noch weitere geplante Veranstaltungen in der Projektreihe.

Referentin Sabine Mutumba verstehe es hervorragend, Frauen rhetorisches Können zu vermitteln. Häufig, so Gerlinde Böttcher-Naudiet, würden sich Frauen nicht trauen, im größeren Kreis frei zu sprechen – und überließen dies lieber den männlichen Kollegen. Hier stärke das Seminar das Selbstvertrauen, auch im Umgang mit Kritik, vor allem wenn dabei die Sachebene verlassen wird. Zudem werden die richtige Gestik und Mimik in dem Kursus effektiv herausgearbeitet, fügt Ilona Adamski hinzu und Sina Esselborn-Große unterstreicht den Lerneffekt. Der geschützte Raum dieser Veranstaltung ermutige zusätzlich, was auch die Reflektion der Teilnehmerinnen aus dem ersten Rhetorikkursus gezeigt habe, so Tinka Frahm. „Die Seminarteilnehmerinnen empfanden die Referentin als kompetent und sehr überzeugend“, ergänzt Wiebke Tischler.

Im Herbst folgen die weiteren Seminarangebote: 19./26. September: Aktionsfeld Kommunalpolitik – Frauen mischen sich ein; 10. Oktober sechs Abendseminare mit Sabine Rautenberg; 7., 21. und 28. November Grundlagen kommunalpolitischer Betätigung für Frauen. Damit verbunden die Hoffnung, dass sich in 2018 mehr Frauen der Kommunalwahl stellen. Das Gleichgewicht in den Gremien – Männer und Frauen, Junge bis Alte – sei einfach notwendig, auch damit wieder mehr Menschen wählen gehen würden, meint Tinka Frahm. „Die gewählten Vertreter sollten ein Abbild der Bevölkerung darstellen.“ Das sei im Moment nicht so. Selbst im Steinburger Kreistag machen der weibliche Anteil der Politiker lediglich ein Drittel aus. Mit den Veranstaltungsangeboten soll Frauen das Rüstzeug vermittelt werden – nachhaltig gestärkt durch das Netzwerk.

 

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erstellt am 02.Apr.2016 | 08:00 Uhr

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