Einweihung : Rettungsdienst auf der Zielgeraden

Freuen sich über die neue Wache am Janssenweg: RKiSH-Geschäftsführer Michael Reis (2.v.re.), Wachenleiter Norman Gercken (2.v.li.) und Rettungsdienstler Nina Büssert und Marcel Stieper.
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Freuen sich über die neue Wache am Janssenweg: RKiSH-Geschäftsführer Michael Reis (2.v.re.), Wachenleiter Norman Gercken (2.v.li.) und Rettungsdienstler Nina Büssert und Marcel Stieper.

Gestern wurde die neue Rettungswache eingeweiht. Drei Wagen sollen künftig in Glückstadt stationiert sein.

shz.de von
11. April 2014, 16:45 Uhr

Immer mehr ältere Menschen, die immer häufiger medizinische Hilfe brauchen – die Zahl der Einsätze der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) steigt jedes Jahr um 6 Prozent. Auch in Glückstadt haben sich die Einsatzzahlen in den vergangenen Jahren um etwa ein Drittel gestiegen. Während die Rettungsdienstler 2010 noch 2500 mal ausrückten, waren es zwei Jahre später schon 3200 Alarmierungen. Zu viele, um sie in der kleinen Glückstädter Wache am Janssenweg alle zu bewältigen – deshalb wurde angebaut. Für 300 000 Euro entstanden in den vergangenen Monaten nicht nur eine große neue Garage, sondern auch komplett neue Innenräume. Gestern wurde die Wache zusammen mit Kollegen, Geschäftsführung und Vertretern der Stadt feierlich eingeweiht.

Die RKiSH ist damit ihrem Ziel ein großes Stück näher gekommen. „Mit der heutigen Einweihung der Glückstädter Rettungswache befinden wir uns auf der Zielgeraden bei der Optimierung aller Wachstandorte im Kreis Steinburg“, sagte Geschäftsführer Michael Reis. Denn neben den neuen Rettungswachen Büchsenkate und Nordoe wurde auch die Itzehoer Wache vor einigen Monaten komplett erneuert, die Planungen für einen Neubau in Kellinghusen laufen bereits.

Zwölf Minuten darf es höchstens dauern, bis ein Rettungswagen nach der Alarmierung vor Ort ist. Doch mit nur einem Fahrzeug war das für die Glückstädter Rettungsdienstler zum echten Problem geworden. „Wir mussten häufig Hilfe von den umliegenden Wachen anfordern“, erinnert sich Wachenleiter Norman Gercken. Deshalb wurde ein zweites Fahrzeug angeschafft, doch das stand – weil die Garage zu klein war – die meiste Zeit draußen vor der Tür. „Das hat mit modernem Rettungsdienst nichts zu tun, wenn im Winter draußen die Autos zufrieren“, so Gercken. Besonders kritisch sei das auch wegen der eingelagerten Medikamente in den Fahrzeugen.

Nach dem Umbau ist damit jetzt endlich Schluss – gleich drei Fahrzeuge passen alleine in die große Garage. Zwei davon sind im Moment schon fest im Einsatz, ein drittes soll im Mai als Ersatzfahrzeug dazu kommen. Außerdem können die 16 Mitarbeiter jetzt in modernen Räumen zwischen oder während der Schichten entspannen oder in der neuen Küche zusammen kochen. „Aber nur Sachen, die man nachher wieder aufwärmen kann“, sagt Norman Gercken und lacht – schließlich wisse man ja nie, wann der nächste Einsatz kommt. Die Terrasse soll außerdem bis zum Sommer fertig werden, damit es auch draußen gemütlich wird. „Das ist richtig super geworden“, sagt Rettungsdienstler Helge Petersen und Norman Gercken ergänzt. „Wir freuen uns auf unser neues Zuhause.“

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