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Breitbandausbau : Rettung in Sicht: Glasfaser für Dägeling

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim 19. Unternehmertreffen der Egeb Wirtschaftsförderung gab es eine frohe Botschaft.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2016 | 15:33 Uhr

Die wichtigste Nachricht fiel beim Dägelinger Unternehmertreffen fast in einer Randnotiz. Claus Wilke berichtete am Montagabend, dass der Breitbandausbau für schnelles Internet kommen wird. Wenige Stunden zuvor habe der Dägelinger Bürgermeister die Mitteilung erhalten, dass die Stadtwerke Neumünster genügend Verträge zusammen haben. „Jetzt kann es relativ zügig losgehen. Vielleicht erfolgen die ersten Glasfaseranschlüsse sogar noch dieses Jahr“, gab sich Wilke vorsichtig optimistisch und hoffnungsvoll für die Zukunft des „kleinen, feinen Gewerbegebiets mit leistungsfähigen Betrieben“.

Martina Hummel-Manzau, Geschäftsführerin der Egeb-Wirtschaftsförderung, betonte, wie wichtig schnelles Internet heute sei, um Betriebe nicht nur neu anzusiedeln, sondern bestehende Unternehmen auch halten zu können. „Es gibt sicherlich Betriebe, die sonst möglicherweise abgewandert wären“, sagte Hummel-Manzau im Rahmen des Unternehmertreffens, für dessen 19. Auflage die Egeb die Firma Harding Safety als Gastgeber hatte gewinnen können.

Das Unternehmen kann durchaus als Global Player bezeichnet werden. Mit 28 Büros weltweit verfügt Harding über ein dichtes Netz mit Standorten an allen wichtigen Schifffahrtsrouten und in vielen Häfen rund um den Globus. Rettungsgeräte, Rettungsboote und deren Aussetzvorrichtungen sind das Kerngeschäft der Firma mit Hauptsitz im norwegischen Seimsfoss. Geschäftsführer Frithjof Hennemann stellte Harding Safety vor und gab einen Überblick über die Entwicklung von Rettungsmitteln – vom bekanntesten Schiffsunglück der Geschichte, der „Titanic“-Katastrophe 1912, bis zu aktuellen Havarien wie beispielsweise die des Kreuzfahrers „Costa Concordia“ im Januar 2012 vor der Mittelmeer-Insel Giglio oder der Ostseefähre „Lisco Gloria“ im Oktober 2010 vor Fehmarn. Vor mehr als 100 Jahren seien nicht einmal für die Hälfte der Passagiere auf der „Titanic“ Rettungsmittel vorhanden gewesen. Heute regele das Übereinkommen „Safety of Life at Sea“, kurz Solas, zumindest die Grundversorgung für Sicherheit auf Schiffen.

Den Bogen zur Referentin des Abends zu spannen, viel Martina Hummel-Manzau nicht schwer. Mit der Vorstellung des Maritimen Clusters Norddeutschlands (MCN) blieb Denise Dede thematisch auf dem Meer. Die MCN-Projektleiterin berichtete von dem Erfolg, dass mit Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen inzwischen alle fünf Küstenländer mit an Bord seien. Die vorrangige Aufgabe des Clusters sei es, ein Netzwerk zu schaffen, in dem sich alle maritimen Bereiche wiederfänden und in dem ein Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft erfolgen könne. Zudem sei das MCN mit inzwischen mehr als 260 Mitgliedern ein Sprachrohr für die gesamte maritime Wirtschaft.

Aber nicht nur die Unternehmen, die direkt mit dem Geschäft auf dem Meer zu tun haben, nutzten beim anschließenden Austausch die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Unter den mehr als 30 Betrieben des Gewerbeparks Dägeling herrscht ein freundliches Klima und ein echtes Interesse an der Arbeit der anderen – und das nicht nur, weil man beispielsweise durch die geringe Internetgeschwindigkeit auch mit den gleichen Problemen zu kämpfen hat. Zudem gab das Unternehmertreffen auch wieder die Möglichkeit, mit der Politik ins Gespräch zu kommen – mit der lokalen auf Gemeinde- und Amtsebene sowie Vertretern aus dem Bundestag.

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