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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 14:21 Uhr

Feuer : Resthof in Flammen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

55 Feuerwehrleute aus Eddelak, Averlak und St. Michaelisdonn sind in Dingen im Einsatz. Die Bewohner, ein Ehepaar, blieben unversehrt.

Dicker, schwarzer Rauch breitete sich bis zur Eddelaker Straße aus, war sogar noch in Brunsbüttel zu sehen: Im Dingener Ortsteil Sandhayn brannte ein Gebäude lichterloh. Es handelte sich um einen Resthof, ein saniertes ältestes Haus einer ehemaligen Landstelle. Dier Bewohner - seine Frau war zu dem Zeitpunkt nicht auf dem Hof - konnte nicht viel mehr, als sein Leben und ihre zwei Hunde retten, so schnell hatte sich das Feuer ausgebreitet. Drei Schäferhundwelpen kamen im Feuer um.

Es war um die späte Mittagszeit, als ein Nachbar Rauch und Flammen wahrnahm, die ihren Weg aus dem Dach ins Freie suchten. „Ich alarmierte die Feuerwehr“, sagte der Nachbar. Der von Rauchmeldern im Haus aufgeschreckte  Besitzer hatte dies auch schon gemacht und befand sich bereits im Freien. Einen Weg zurück, um noch etwas zu retten, gab es nicht mehr. Die Freiwillige Feuerwehr Eddelak traf als erste Löschtruppe ein. Für stellvertretenden Wehrführer Hauke Oeser, der die Einsatzleitung übernahm stand gleich fest: „Das wird ein längerer Einsatz.“ Zugleich erkannte er, dass wohl kaum noch etwas zu retten sein wird, denn mittlerweile schlugen auch die Flammen aus den Fenstern im unteren Wohnbereich. Als Verstärkung hinzugezogen wurden die Feuerwehren aus St. Michaelisdonn und Averlak. Insgesamt waren schließlich 55 Einsatzkräfte vor Ort. Löschwasser wurde aus den beiden Hydranten in unmittelbarer Nähe gefördert. Schnell wurde auch der dritte Hydrant, der sich in einem Kilometer Entfernung befindet, mit einbezogen.

Das schwierige an den Löscharbeiten: Das Feuer breitete sich unter dem Blechdach aus, welches erst im vorigen Jahr erneuert worden war. „Unter dem Blechdach befindet sich noch die alte Eindeckung mit Dachpappe, deshalb die gewaltige Rauchentwicklung“, erklärte Eddelaks Wehrführer Eggert Schoof, der mittlerweile an der Einsatzstelle eingetroffen war. Wegen des Blechdaches konnte die Feuerwehr auch nicht das Feuer direkt bekämpfen. Löschangriffe wurde aber von allen Seiten aufgebaut. Am späten Nachmittag wurde das ausgebrannte  Gebäude mit einem Bagger eingerissen, dann konnten letzte Brandnester gelöscht werden.

Die Brandursache konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Die Ermittler der Kripo schließen einen technischen Defekt im Bereich des Stalls nicht aus.  Der Schaden wird auf 300000 Euro geschätzt. Der Hausbesitzer  wurde vorsorglich ins Krankenhaus zur Untersuchung eingeliefert, er hatte Rauchgas eingeatmet. Das Ehepaar wird  bei seiner Familie unterkommen.
 

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erstellt am 12.Feb.2014 | 15:15 Uhr

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