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Von New York nach Wewelsfleth : Restaurierung in der Peters Werft: Die „Peking“ kommt in der Dämmerung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Viermastbark passiert am 31.Juli um 21.51 Uhr bei Hochwasser das Störsperrwerk bei Wewelsfleth.

Wewelsfleth | Alle Freunde maritimer Kulturschätze dürfen sich diesen Termin im Kalender dick anstreichen: Am Montag, 31. Juli, um genau 21.51 Uhr soll die Viermastbark „Peking“ das Störsperrwerk passieren. Diesen Terminplan nannte jetzt die Stiftung Hamburg Maritim. Das Schiff wird nach Wewelsfleth (Kreis Steinburg) geschleppt, wo sie von Grund auf restauriert werden soll.

Mit der Rückholaktion nimmt ein schon verloren geglaubter Kampf um ein Stück schwimmender Hamburger Hafengeschichte doch noch ein gutes Ende. Schon vor vier Jahren hatten Schifffahrtsfreunde aus der Hansestadt versucht, die historische Viermastbark von New York an die Elbe zurückzuholen, waren aber am fehlenden Geld gescheitert. Im November 2015 bahnte sich dann die Sensation an: Da wurde klar, die „Peking“ kommt zurück in die Heimat.

Aktuell bereitet die Stiftung die Überfahrt der „Peking“ von New York nach Deutschland vor. Dazu wird die Viermastbark von einem Dockschiff huckepack genommen und über den Atlantik zunächst nach Brunsbüttel transportiert. Die Abfahrt, so der derzeitige Zeitplan, soll in gut einer Woche erfolgen, die Überfahrt wird dann etwa elf Tage dauern. Wenn alles planmäßig verläuft, wird das Ausschwimmen der „Peking“ aus dem Dockschiff am 31. Juli stattfinden. Zwei Schlepper sollen die Bark dann gleich anschließend in Richtung Wewelsfleth ziehen.

Soll auf der Peters Werft restauriert werden: die 106 Jahre alte Viermastbark „Peking“, hier vor der New Yorker Skyline.
Soll auf der Peters Werft restauriert werden: die 106 Jahre alte Viermastbark „Peking“, hier vor der New Yorker Skyline.
 

Dass die „Peking“ erst nach Einbruch der Dunkelheit am Zielort eintreffen wird, hängt mit der Wassertiefe zusammen. Das Störsperrwerk kann nur bei Hochwasser passiert werden. Hamburg Maritim kündigt an, dass der genaue Zeitplan auf der eigenen Website veröffentlicht wird, sobald das Dockschiff New York verlassen hat (12. Juli). Für den Törn über Elbe und Stör will die Stiftung zudem Begleitfahrten mit Schiffen der eigenen Flotte organisieren. Sie sollen die „Peking“ bis zum Sperrwerk begleiten und anschließend in ihre Heimathäfen zurückkehren.

Die Bark war 1911 bei Blohm und Voss für die Reederei F. Laeisz gebaut und als Frachtsegler in der Salpeterfahrt eingesetzt worden.1932 machte die „Peking“ ihre letzte Reise unter Segeln, wurde dann außer Dienst gestellt und zu einem stationären Internatsschiff umgebaut. Nach mehreren Stationen landete sie als Museumsschiff in New York.

Der Segler ist einer von vier noch existierenden Windjammern aus der Flotte der legendären „Flying P-Liner“ der Laeisz-Reederei: Die Passat liegt seit 1960 als Museumsschiff in Travemünde, die Pommern als Museumsschiff in Mariehamn (Finnland) und die ehemalige Padua fährt unter dem Namen Kruzenshtern als Segelschulschiff unter russischer Flagge – und ist zum Hafengeburtstag Gast in Hamburg. Für Überführung und Restaurierung wird mit rund 26 Millionen Euro kalkuliert. Den Zuschlag für die Instandsetzungsarbeiten hatte die Wewelsflether Peterswerft gegen namhafte Mitbewerber bekommen.

Weitere Infos: www.stiftung-hamburg-maritim.de

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erstellt am 11.Jul.2017 | 15:00 Uhr

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