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Wewelsfleth wehrt sich : Resolution gegen Denkmalschutz-Pläne

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Gemeinde befürchtet, dass Baudenkmäler in Folge der Gesetzesnovellierung künftig verfallen könnten.

Die Gemeinde Wewelsfleth wehrt sich mit einer Resolution an die Landesregierung Schleswig-Holstein gegen die geplante Novellierung des Denkmalschutzgesetzes. Die Resolution wurde von der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen.

Die Kieler Pläne auf Initiative von Ministerin Anke Spoorendonk (SSW) sehen vor, die bisherige Kategorie von einfachen Kulturdenkmälern aufzugeben und alle entsprechenden Gebäude in einer gemeinsamen Kategorie zu erfassen. Sorgen machen sich die Wewelsflether Kommunalpolitiker darüber, dass künftig auf eine Anhörung der betroffenen Gebäudeeigentümer oder eine Widerspruchsmöglichkeit vollkommen verzichtet werden soll. „Da werden Eigentümer vor vollendete Tatsachen gestellt“, empört sich Bürgermeister Delf Bolten. „Diese Gesetzesnovellierung ist nicht akzeptabel.“ Sie führe zu einer Wertminderung der betroffenen Gebäude und löse Einschränkungen bei der zukünftigen Nutzung aus.

In Wewelsfleth würden nach der Novellierung 31 Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, 13 mehr als bisher. Bürgermeister Bolten ist erstaunt darüber, dass dann auch die Grundschule als Baudenkmal gelten und sogar deren Toilettengebäude am Rande des Schulhofs als schützenswert eingestuft werden soll.

Nach Auffassung der Gemeindevertreter ist der Denkmalschutz in dieser Form nicht mehr mit den Zielen der Energieeinsparung im Rahmen der Energiewende zu vereinbaren. Bauliche Veränderungen in diesen Bereichen seien bei Baudenkmälern nicht mehr möglich, betonte der Bürgermeister. Er befürchtet, dass Hauseigentümer der betroffenen Gebäude künftig auf Sanierungsmaßnahmen verzichten und dann die Baudenkmäler verfallen könnten. „Wenn Frau Spoorendonk einen solchen Denkmalschutz will, soll sie auch das Geld dafür mitbringen“, fordert Delf Bolten entsprechende Kostenübernahmen und -beteiligungen durch das Land.

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