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Classic Motor Days : Renngeschehen wie in alten Zeiten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Automobile Oldtimer und Motorrad-Veteranen auf dem Rundkurs am Hungrigen Wolf – ein gut besuchtes Spektakel.

Zum Besuchermagnet entwickelten sich am Wochenende die „4. Classic Motor Days“ in Hohenlockstedt. Schon am Sonnabend stürmten so viele Besucher das Gelände am Hungrigen Wolf wie in den vergangenen drei Jahren erst am zweiten Veranstaltungstag. Am Ende waren alle zufrieden. „Obwohl der zweite Tag etwas verregnet war, hatten wir viel mehr Besucher als im vergangenen Jahr“, sagte Mitorganistor Thomas Claaßen. Und: „Porsche und Jaguar wollen im nächsten ihren Stand sogar ausbauen.“

Und die bekamen wieder einiges zu sehen, vor allem Oldtimer auf zwei und vier Rädern auf der Rennstrecke sowie in der Luft. Bei der größten Oldtimer-Veranstaltung Schleswig-Holsteins maßen sich an zwei Tagen 220 Veteranen des Automobil- und Motorradrennsports auf einem 2,7 Kilometer langen Rundkurs. „Die Rennen gehen von morgens bis abends ohne Pause“, so Rösler. 40 Helfer hatten 1500 Reifen an der Strecke ausgelegt für den Fall, dass ein Teilnehmer mit seinem Fahrzeug von der Strecke abkommt. Bei 60 Läufen in zehn Klassen ließen die Fahrer alte Motorsportzeiten wieder aufleben. Dabei kam es nicht auf Schnelligkeit, sondern auf gleichmäßiges Fahren an. Hier waren Piloten aus der Region, aus Hohenlockstedt, Horst, Meldorf und Pinneberg, aber auch von weiter weg bis nach Niedersachsen am Start.

Viele genossen die Möglichkeit, ihr historisches Gefährt einmal wieder ungestört ausfahren zu können, so auch Hans-Georg Stumpf aus Nienstädt bei Stadthagen in Niedersachsen. Er fuhr als Beifahrer in einem „Spitfire 1500“ bei Gero von Randow aus Hamburg mit, der eine Geschwindigkeit von 110 Stundenkilometern erreichte. „Der erste Wertungslauf war schon gut“, resümierte er. Ihm gefielen vor allem „die Schikanen und Kurven. Das macht Spaß.“ Aber er hatte als „Liaison Officer“ für Deutschland im „Triumph Sports Six Club“ auch sein eigenes Auto mit dabei, einen „Triumph GT6 MK I“, Baujahr 1968, mit einer Spitfire-Karosserie in Rallye-Version von 1963 mit sechs Zylindern und 2,5 Liter-Maschine. Die stellte er mit weit geöffnetem Motor dem vorbei schlendernden Publikum vor. „Den habe ich 1980 gekauft und bin damit auch hierher gefahren“, erzählte er. „Dieses Treffen ist eine Plattform für historische Rennwagen geworden“, stellte er – zum vierten Mal dabei – erfreut fest. „Da macht das Fachsimpeln richtig Spaß.“

Das Renngeschehen wurde unter anderem von Speedway- und Sandbahn-Weltmeister Egon Müller als prominenter Streckensprecher moderiert. Er freute sich über mehr Partner und bessere Auslastung als im vergangenen Jahr. „In den sozialen Medien hatten wir 91  000 Klicks – sensationell“, befand er. „Die Leute lieben die Rennen am Limit, bei denen sich die Motoren wieder so anhören wie vor 50 Jahren.“ Und die würden in Hohenlockstedt von den Besten gefahren, die sonst nur in Hockenheim oder am Sachsenring starten.

Unterdessen gab es auch wieder Rundflüge des Itzehoer Luftsport Vereins (ILV), dessen drei Flugzeuge gut ausgelastet waren. Erstmals war die große Halle C für eine Ausstellung von Oldtimern geöffnet, ein großer Ausstellungs- und Teilemarkt rundete die Veranstaltung ab. Für die Zuschauer waren Tribünen aufgestellt worden, so dass der Kurs gut einsehbar war, als die Motorräder und Oldtimer vorbei rauschten.

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