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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 15:36 Uhr

Rekordjahr für Itzehoer Versicherungen

vom

Zuwächse liegen weit über dem Bundesdurchschnitt / Kfz-Bereich als Hauptmotor / Standortausbau als klares Bekenntnis zur Region

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Itzehoe | Schwierig? Durchwachsen? Minus? Die Worte sind allgegenwärtig in wirtschaftlich nicht ganz so rosigen Zeiten. Bei den Itzehoer Versicherungen dagegen ist nicht ein einziges davon zu hören. Umso häufiger jedoch dieses: erfolgreich. Denn das Unternehmen setzt seinen Wachstumskurs ungebremst fort. "2012 war ein sehr erfolgreiches Jahr, wie all die Jahre zuvor auch", sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Bitter gestern bei der Bilanzpressekonferenz. Während sich die deutsche Versicherungsbranche im Durchschnitt mit einem Gesamtwachstum von etwa zwei Prozent begnügen musste, erzielte die Itzehoer einen Zuwachs von 12,5 Prozent. Das Plus zieht sich durch alle Sparten, wichtigster Motor sei dabei aber nach wie vor die Kraftfahrzeugsparte, so Bitter.

2012 ist dabei ein Jahr der Rekorde. Erstmals sei bei den Beiträgen die 300-Millionen-Euro-Grenze überschritten worden - und zwar nicht nur knapp, sondern mit 321 Millionen deutlich, freute sich Bitter. Die Bilanzsumme hat erstmals die Milliardengrenze geknackt und liegt bei 1,035 Millarden Euro. Die Zahl der Versicherungsverträge hat sich um 10,4 Prozent auf 1,956 Millionen erhöht. Erst kürzlich konnte das Unternehmen den 666 666. Autofahrer als Kunden begrüßen (wir berichteten).

Der Jahresüberschuss lag bei 9 Millionen Euro, die dem Eigenkapital zufließen, das damit auf 139,4 Millionen Euro anwächst. Da es sich bei der Itzehoer um einen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit handele, sei jeder Kunde Mitglied der Itzehoer - es gehe nicht darum, eine hohe Dividende zu erwirtschaften, sondern das Plus wieder den Mitgliedern zugute kommen zu lassen.

Von dem positiven Trend profitiert auch die Region: Die Itzehoer zahlte Steuern in Höhe von 3,7 Millionen Euro. Zudem legte das Unternehmen ein klares Bekenntnis zum Standort ab, indem es den Hauptsitz am Itzehoer Platz erweitern will. "Das Wachstum bedeutet auch, dass es eng wird", sagte Bitter. Alleine im vergangenen Jahr seien 30 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Auf Konzernebene beschäftigte die Itze hoer Ende des vorigen Jahres 599 Mitarbeiter, davon knapp 500 in Schleswig-Holstein. Um die Situation für sie zu verbessern, wird der Firmensitz in zwei Bauabschnitten um Büro- und Schulungsräume sowie Parkplätze erweitert.

Die Mitarbeiter seien das Erfolgsrezept der Itzehoer, betonte Bitter. "Wir haben sehr stark motivierte Mitarbeiter, die das Ziel des Vorstands mittragen." Das laute: "Wir wollen langfristig selbstständig bleiben." Das könne nur erreicht werden, indem man sich ab hebe - und das schaffe die Itzehoer vor allem durch Service. Die Mitarbeiter bekämen für ihren Einsatz etwas zurück: "Ein faires Gehalt und sichere Arbeitsplätze."

Bewährt habe sich auch die Kundennähe durch das große Netz mit mehr als 400 Vertrauensleuten in Norddeutschland. "Sie sind zum Teil in dritter oder vierter Generation für die Itzehoer tätig", so Bitter. Und sie seien alle sehr gut qualifiziert, betonte Vorstandsmitglied Frank Thomsen. Selbst die, die nur im Nebenberuf für die Itzehoer arbeiten, "schicken wir auf die Schulbank".

Auch beim Blick in die Zukunft muss es dem Vorstand nicht bange werden. "2013 geht ähnlich positiv weiter, wie 2012 aufgehört hat", sagte Bitter. Es wird erwartet, dass die Zahl der versicherten Kfz um zehn Prozent auf mehr als 687 000 steigt, die Summe der Versicherungsbeiträge um 9,5 Prozent auf 352 Millionen Euro, und das Eigenkapital um acht Prozent auf 150 Millionen Euro.

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