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Wirtschaft : Rekord-Fenster fit für die Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Unternehmen investiert fünf Millionen Euro am Dägelinger Standort. Führungsteam auf vier Personen erweitert.

von
erstellt am 14.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Nur ein leises Zischen ist zu hören. Schnell und präzise trägt der Greifarm die Farbe auf. Schon nach wenigen Sekunden zuckt das Gerät zurück, der Fensterrahmen ist lackiert. „Hier ist die Technik dem Menschen voraus“, sagt Prokurist Robert Kitzmann mit Blick auf die neue Errungenschaft des Fenster- und Türenherstellers Rekord. Zwei Industrieroboter sorgen für Farbe auf Fenster und Türen. Drei Schichten – einschließlich Grundierung – werden aufgebracht, alles gleichmäßig verteilt. „So erreichen wir eine bestmögliche Oberflächenqualität.“ Die moderne Technik ist nicht nur effektiv, sondern spart auch. 30 Prozent weniger Farbe wird benötigt.

Die Industrieroboter sind allerdings nur ein Teil der Strategie, mit dem Rekord fit für die Zukunft gemacht wird – insgesamt sind fünf Millionen Euro investiert worden. In der Holzvorfertigung gibt es neue Strukturen, Luftbefeuchtung und Späneabsaugung wurden unter anderem optimiert. Und um alle Prozesse noch optimaler steuern zu können, investierte Rekord auch in eine neue Produktionssoftware, die„sich fast auf alle Bereiche des Unternehmens auswirkt“, sagt Christian Fricke, Prokurist Vertrieb und Handel. Folgen soll in diesem Jahr auch noch eine neue kaufmännische Software. „Die erste Raketenstufe haben wir gestartet, Ende des Jahres folgt dann die zweite“, betont Markus Tulinius, Prokurist Vertrieb und Marketing. Damit ist der Fenster- und Türenhersteller auch auf dem Weg zu einer papierlosen Fertigung, Arbeitsplatz-Computer sollen das Papier ersetzen. Aber nicht nur die Investitionen in die Produktion sollen ein Bekenntnis zum Standort Dägeling und zur Region sein – auch personell stellt sich das Unternehmen für die Zukunft auf. Geschäftsführender Gesellschafter ist nach wie vor Jochen Kitzmann, doch mit seinem Sohn Robert sowie Markus Tulinius und Christian Fricke haben jetzt drei leitende Mitarbeiter Prokura erhalten. „Damit wird die Handlungsfähigkeit des Familienunternehmens sichergestellt“, sagt Robert Kitzmann. Und ein Familienunternehmen soll es auch bleiben, betont der Urenkel des Firmengründers Otto Strauß.

Trotz modernster Technik – die Mitarbeiter sind das größte Kapital der Firma, viele seien bereits seit Jahrzehnten dabei, sagt Kitzmann. Damit dies so bleibt, setzt Rekord bereits bei der Ausbildung an – zehn Prozent der Arbeitnehmer sind Auszubildende. „Auch dies ist eine Investition in die Zukunft“, erklärt Markus Tulinius. Außerdem wolle das Unternehmen damit seine Verantwortung für die Region wahrnehmen und den jungen Leuten einen Arbeitsplatz bieten. Neben der klassischen Ausbildung bietet die Firma in Kooperation mit der Nordakademie – auch das duale Studium zum Bachelor of Science Betriebswirtschaft an.

Fazit der drei Prokuristen: „Wir sind kurzfristig und langfristig optimistisch.“ Optimistisch sind sie auch bereits für das Jahr 2019 – dann soll das 100-jährige Bestehen des Fenster- und Türenherstellers gefeiert werden.

 

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