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Norddeutsche Rundschau

25. September 2017 | 11:42 Uhr

Fremdenverkehr : Reizvolle Region für Touristen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zahlreiche Vermieter setzen auf den Fremdenverkehr. Vor allem Kurzurlauber kommen in die Elbestadt und die Umgebung

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2016 | 04:45 Uhr

Das Einfamilienhaus ist schön und anheimelnd eingerichtet. „Wir haben alles, was wir in Ferienwohnungen vermisst haben“, sagt Wiebke Brigel (54). Gemeinsam mit ihrem Ehemann Heinz Lüdtke (75) hat sie das Nachbarhaus in der Engelbrechtschen Wildnis gekauft und es zu einem wunderschönen Ferienhaus umgebaut. Getauft haben sie es „Cottage am Rhin“.

Das Ehepaar ist eines von vielen, die auf den Tourismus in Glückstadt und Umgebung setzen. Wiebke Brigel, die aus Husum stammt, war überrascht, als sie 2001 nach Glückstadt kam. Die Stadt begeisterte sie, aber es wurde aus ihrer Sicht zuwenig auf den Tourismus gesetzt. Aus Husum kannte sie es anders. Mittlerweile sieht sie es nicht mehr so, vor allem weil es mittlerweile die Jugendherberge am Hafen gibt. Zudem beobachtet sie, dass Glückstädter Eigeninitiative ergreifen, so wie der Matjesproduzent und Gastronom Henning Plotz.

Die Stadt ist aus Sicht der IT-Fachfrau schön, vor allem der Stadtkern. Und auch das Umland, in dem sie mit ihrem Mann wohnt. So hat ihr Ferienhaus einen großen Garten mit Zugang zum Rhin, wo Gäste auf dem Fluss paddeln können. Das Ehepaar ist sich einig: „Die Region sollte mehr entdeckt werden.“ Was sie und ihren Mann überraschte: „Wir dachten, es würden sich nur Wochenendgäste anmelden, aber viele bleiben eine Woche und länger.“ Eine Schweizer Familie wollte sogar für 14 Tage kommen. Heinz Lüdtke sieht viel Potenzial: „Viele kennen Glückstadt durch die Fährverbindung, aber auch durch die ehemalige Kaserne.“

Ob dänische Geschichte, Oldtimertreffen oder Segelschein absolvieren: Es gäbe viele Möglichkeiten, die Stadt und damit auch das Umland attraktiv zu machen. Mit ihrem neuen Ferienhaus wollen sie dazu einen Beitrag leisten. Ilona Diedrichsen (49) hat im vergangenen Jahr am Glückstädter Binnenhafen ein neues, kleines Hotel eröffnet. „Ich rede viel mit den Gästen, alle finden Glückstadt total schön“, sagt die Krempdorferin. Was sie allerdings bemängeln: Dass Geschäfte mittags und am Sonnabend bereits um 13 Uhr schließen. „Zumindest für den Sommer sollten wir eine Lösung finden“, sagt Diederichsen. Wenn es um das Einkaufen gehe, habe sich der Rhythmus verändert.

Sie persönlich würde es toll finden, wenn das ehemalige Strandbad an der Nordermole wieder eröffnet werden könnte. Denn jetzt müssten die Gäste immer Richtung Kollmar oder Brokdorf fahren, wenn sie an den Strand wollten.

Für Tourismuschefin Sandra Kirbis ist unbestritten: „Glückstadt ist wunderbar gelegen zwischen Hamburg und der Nordsee.“ Diese, süße, sympathische Stadt habe einen Pluspunkt: „Die reizvolle Region.“ Die Kombination von Stadt und Land. Eine große Vielfalt werde geboten. „Es gibt unzählige Möglichkeiten die Freizeit zu gestalten.“ Ob auf dem Wasser, oder zu Rad. Glückstadt an sich biete mit seinem historischen Stadtbild viel Geschichte. Zudem gäbe es reichhaltige Kunst und Kultur, Ateliers und Ausstellungen. Besonders sei auch die Gastronomie mit ihren regionalen Köstlichkeiten.

Hauptsächlich würden Kurzurlauber kommen. Inzwischen aber auch mehr Familien. Sie wohnen meist in der Jugendherberge oder in Ferienwohnungen. Sie als Geschäftsführerin des Tourismuses zählt Glückstadt eher zum Städtetourismus. „Wir haben eine gute Auslastung. Im Sommer sind wir auch schon mal ausgebaucht.“

Schwierigkeiten gäbe es mehr in der Nebensaison. Sie persönlich liebe „Wind und Wetter“ und freute sich über einen Eintrag einer Urlauberin aus dem Februar, die sagte: „Glückstadt ist perfekt für einen Wochenendtripp.“

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