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Ehrenbürger : Reimer Bull ist Namenspatron für Grund- und Regionalschule

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Endlich ein Name für die Grund- und Regionalschule Marne. Sie heißt nun nach dem Ehrenbürger der Stadt, Reimer Bull. Der Germanist verewigte die Stadt in seinen plattdütschen Geschichten als „Lüttstadt“.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2013 | 05:00 Uhr

Seit kurzem kann es jeder sehen: Eine große Namenstafel prangt an der Eingangsseite der Marner Grund- und Regionalschule, die nun Reimer-Bull-Schule heißt. Ein Jahr nach dem Tod des Marner Ehrenbürgers Reimer Bull wurde in einer kleinen Feierstunde der Schulname offiziell vergeben und feierlich die Enthüllung der Namenstafel vorgenommen.

Stadtvertretung und Amtsausschuss des Amtes Marne-Nordsee hatten sich im Frühjahr einstimmig dafür ausgesprochen, die Grund- und Regionalschule an der Hafenstraße in Reimer-Bull-Schule umzubenennen.

Namensgeber Reimer Bull wurde am 16. Dezember 1933 in Marne geboren. Sein Vater Herbert Bull war bis 1969 Rektor an der ehemaligen Marner Realschule. Nach seinem Abitur verließ Reimer Bull die Marschenstadt, um ein Studium der Germanistik in München zu absolvieren. Er wurde Professor für Deutsche Literatur und spezialisierte sich auf die niederdeutsche Literatur.

„Obwohl Reimer Bull die meiste Zeit seines Lebens außerhalb von Dithmarschen verlebt hat, ist der Kontakt zu seiner Heimat niemals abgerissen“, wusste Bürgermeister Hans-Joachim Möller. Bulls regelmäßige Besuche in seiner Heimatstadt – in seinen Erzählungen liebevoll Lüttstadt genannt – wurden immer wieder zu kleinen Wiedersehensfesten, zu denen er oftmals ein neues Buch mit plattdeutschen Geschichten aus Marne mitbrachte.

Bull verfasste immer wieder neue Gedichte, Geschichten und Anekdoten und wurde von seiner Jugend und den Menschen aus Marne und Umgebung immer wieder inspiriert.

„Mein verstorbener Mann wäre überglücklich gewesen, wenn er diese Ehre noch miterlebt hätte“, betonte Anne Bull, die das Namensschild an der Fassade des roten Backsteinbaus enthüllte.

„Im nächsten Schuljahr wird aus der Grund- und Regionalschule aller Voraussicht nach eine Grund- und Gemeinschaftsschule werden – aber es wird die Reimer-Bull-Schule bleiben“, verkündete Rektor Jürgen Könnecke. Und noch etwas verriet der Schulleiter: „Wir wollen unserem neuen Schulnamen auch gerecht werden und die plattdeutsche Sprache fördern und stärken.“ Dazu sollen zwei Wochenstunden für den plattdeutschen Unterricht in der ersten Klasse zum kommenden Schuljahr beantragt werden.

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