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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 17:39 Uhr

Projekt im Zentrum : Reif für den Abriss

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vier Häuser in der oberen Feldschmiede in Itzehoe sollen einem Neubau weichen.

von
erstellt am 22.Jun.2016 | 05:00 Uhr

Wann es genau los geht, ist noch nicht klar. Aber schnell soll es gehen – und dann verändert sich das Bild in der oberen Feldschmiede. Direkt neben dem La-Couronne-Platz will das Immobilienunternehmen Schoof vier Gebäude abreißen und durch Neubauten ersetzen. „Wir sind mit Nachdruck dabei“, sagt Jürgen-Reimer Schoof.

Betroffen sind die vier Häuser von der Schmuckschmiede Carolin Kröhnke bis zum ehemaligen Geschäft Gröning. Warum dieses Projekt? „Das ist unser Job“, sagt Schoof. „Wir sind hier, das ist unser Heimatmarkt.“ Vielen liege etwas daran, dass in diesem teils verwaisten Bereich in der oberen Feldschmiede etwas passiere. Das Büro des Unternehmens liegt in unmittelbarer Nähe, von daher habe es ein „Extra-Interesse, dass sich der Standort nicht negativ entwickelt“. Und natürlich solle mit dem Vorhaben auch Geld verdient werden.

Weil es sich im Genehmigungsprozess befindet, hält sich Schoof mit Details zurück. Im Wesentlichen gehe es um seniorenfreundlichen Wohnraum, der mit Tiefgarage und Fahrstühlen zumindest barrierearm angelegt werden soll. „Das ist das Thema der Stunde“, hinzu komme ein Standort, der zentraler nicht sein könne. Daher sind die Investoren optimistisch, mit ihrem Projekt erfolgreich sein zu können: „Wenn wir uns nicht in der Lage sähen, das wirtschaftlich umzusetzen, würden wir es nicht tun“, sagt Schoof. Vieles hänge aber noch davon ab, was am Ende genehmigungsfähig sei.

Der Wohnraum ist in den Obergeschossen geplant, unten sollen Läden entstehen. Dort ist die Lage aber noch offener, es gebe keine klaren Zuschnitte der Flächen, „insofern können wir keine Mieter oder Nutzer präsentieren“, sagt Schoof. Gespräche seien im Gang, die Tendenz gehe derzeit zu eher kleineren Ladenflächen. „Eine große Einzelhandels-Lösung ist dort wahrscheinlich nicht realisierbar.“ Das Immobilienunternehmen sei dabei, die zu klärenden Fragen im Einklang mit den Behörden abzuhandeln. Schoof betont aber auch: „Wir würden gern schnell konkret werden.“

Das wissen auch die jetzigen Nutzer der Gebäude. Deshalb zieren schon deutliche Hinweise die Schmuckschmiede von Carolin Kröhnke: „Wir ziehen um.“ Seit 1957 werde in diesem fast 350 Jahre alten Haus Schmuck verkauft, sagt die Inhaberin. Nun informiert sie auch mit Flyern darüber, dass das Geschäft ab September in ihre Glücksschmiede in der unteren Feldschmiede integriert wird.

Aber nicht für lange: „Wir werden auf jeden Fall wieder einen zweiten Laden für die Trauringe hinzunehmen“, sagt Carolin Kröhnke. Nötig ist dieser auch, um genug Platz für die Werkstatt zu haben, die derzeit noch in dem Geschäft in der oberen Feldschmiede untergebracht ist. Das werde hoffentlich in direkter Nähe sein – Verhandlungen laufen.

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