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Bildung : Regionalschule: Baustopp ein Rückschlag

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der von der Brunsbütteler Ratsversammlung beschlossene Stopp der Planung für den Neubau einer dreizügigen Regionalschule am Bildungszentrum wird in der Boje-Schule als schlag ins Kontor empfunden.

Ein Schlag ins Kontor – so kam die Nachricht in der Regionalschule an, dass die Neubauplanung erstmal gestoppt wurde und das 16 Millionen Euro teure Vorhaben neu durchdacht werden soll.

„Wir müssen das akzeptieren“, sagt Rektor Hans-Peter Stein. Die Sorge der Verantwortlichen sei nachvollziehbar, es gehe schließlich für die Stadt um eine große Summe. Aber auch seine Schule, deren Altbau in diesen Tagen 100 Jahre besteht, habe Anlass zur Sorge, macht Stein deutlich. „Wir lange müssen wir jetzt wieder warten?“, fragt er sich fürchtet: „Wir geraten gegenüber den anderen Regional- und Gemeinschaftsschulen im Umland ins Hintertreffen.“

Die räumliche Situation sei seit Jahren angespannt, erinnert der Schulleiter und verweist auf die Klassencontainer, die seit 2009 auf dem Gelände stehen. „Raum als zusätzlicher Pädagoge“ sei für zeitgemäßen Unterricht unverzichtbar. Vor allem der Altbau sei „für Kinder still sitzende Kinder, die brav in sich hineinlernen“, konzipiert worden. Heute benötige jeder Schüler mehr Platz, sagt Stein.

Der ließe sich schaffen durch Umbauten im Gebäude, glaubt Oliver Kumbartzky. Der FDP-Ratsherr warnte schon vor dem Beschluss für den Neubau im vorigen Jahr vor sinkenden Schülerzahlen.

Diese vom Kreis ermittelte Entwicklung für die nächsten Jahre wird aktuell in Brunsbüttel untermauert: Geburten sind rückläufig und schon bei den Abc-Schützen zeigt sich ein Abwärtstrend. Außerdem: Die Regionalschule ist im aktuellen fünften Jahrgang schon zweizügig.

Das sei im Herbst bei der Bau-Entscheidung noch nicht absehbar gewesen, erklärt Bürgermeister Stefan Mohrdieck. Jetzt aber habe die Verwaltung auf die Bremse treten müssen: „So ohne weiteres kann man nicht empfehlen, mit dem Neubau in die Dreizügigkeit zu kommen. Es geht um viel Geld.“

Daher sei die jetzt beabsichtigte Suche nach Synergien mit dem Gymnasium ein richtiger Weg. Dort liegt der naturwissenschaftliche Trakt zum Teil im Argen. Aktuelle Zahlen sprechen vom Sanierungsbedarf über 2,3 Millionen Euro. In diesem Zusammenhang hatte die Ratsversammlung am Mittwoch empfohlen, die gemeinsame Nutzung von Fachräumen zu prüfen, sollte die Regionalschule wie bislang geplant beim Gymnasium gebaut werden.

Dessen Leiter Hans-Walter Thee gab sich gestern bedeckt, er kenne diese Überlegungen nur aus der Presse und benötige mehr Informationen.

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erstellt am 29.Aug.2013 | 16:33 Uhr

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