Bildung : Regionalschulbau zunächst gestoppt

Als in Jahrgangshäuser gegliedertes Gebäude war die neue Regionalschule dreizügig  am Brunsbütteler  Gymnasium (hinten) vorgesehen. 2014 sollte der Bau beginnen.
Als in Jahrgangshäuser gegliedertes Gebäude war die neue Regionalschule dreizügig am Brunsbütteler Gymnasium (hinten) vorgesehen. 2014 sollte der Bau beginnen.

Weniger Schüler als erwartet: Die Ratsversammlung in Brunsbüttel zog am Mittwochabend die Reißleine und stoppte die Planung für den Neubau der Regionalschule. Das 16-Millionen-Projekt soll eingehend überprüft werden.

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29. August 2013, 10:12 Uhr

Einmütig folgte Mittwoch Abend die Ratsversammlung der Empfehlung von Bauausschuss sowie Bildungsausschuss und stoppte die Planung zum Neubau der Regionalschule am Bildungszentrum. In gemeinsamer Sitzung hatten beide Ausschüsse am Dienstagabend nichtöffentlich über den Neubau diskutiert. Bürgermeister Stefan Mohrdieck hatte neue Zahlen zur prognostizierten Entwicklung der Schülerzahlen vorgelegt. Und die geben offenbar für eine dreizügig ausgelegte Regionalschule keine Grundlage mehr. Die Größe des Neubaus war bereits im vorigen Jahr Anlass für eine heftige Debatte. Denn schon zur entscheidenden Ratsversammlung im November 2012 hatte FDP-Ratsherr Oliver Kumbartzky Zahlen aus dem Schulentwicklungsplan des Kreises in Umlauf gebracht, die nicht nur aus seiner Sicht den Bau nicht rechtfertigten. Letztlich sprach sich damals die Ratsversammlung mit 15 gegen acht Stimmen bei einer Enthaltung für das 16-Millionen-Projekt aus. Nun wird erstmal die Reißleine gezogen, dies geschieht vor dem Hintergrund der angespannten Brunsbütteler Haushaltslage. Das bedeutet, die bisherigen Planungen werden zunächst gestoppt. Die Verwaltung hat gestern von der Ratsversammlung den Auftrag erhalten, am Bildungszentrum nach Synergieeffekten bei der Nutzung von Fachräumen mit dem Gymnasium zu suchen. Geprüft werden soll auch, ob in diesem Zusammenhang statt der Fassadensanierung am Gymnasium nicht besser der Neubau von Fachräumen zu verantworten ist. Schließlich soll auch hinterfragt werden, ob eine zweizügige Regionalschule nicht auch im jetzigen Gebäude an der Bojestraße belassen werden kann. Die unpopulärste Option. Denn das Haus, dessen 100-jähriges Bestehen in diesen Tagen gefeiert wird, gilt für zeitgemäßen Unterricht als nicht mehr sinnvoll nutzbar. Die Volkshochschule liebäugelt dagegen bereits mit dem Gebäude.

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