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StädtebauFörderung : Region profitiert von Fördergeldern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Glückstadt Nord aufwerten, Brunsbüttels Einwohnern bei Sanierungen helfen, Itzehos Innenstadt voran bringen. Die Zuschüsse eröffnen zukunftsweisende Möglichkeiten.

Zu den landesweit 30 neuen Fördergebieten der Städtebauförderung gehören drei in der Region: Itzehoes Innenstadt, Glückstadt Nord und das Brunsbütteler Beamtenviertel. In diesem Jahr stehen insgesamt 48,4 Millionen zur Verfügung.


Glückstadt-Nord aufwerten


Glückstadt profitiert gleich in zwei Bereichen von der Förderung. Zum einen erhält die Stadt erstmals 450 000 Euro aus dem Topf „Soziale Stadt“ für den Stadtteil Nord, verteilt auf die nächsten fünf Jahre. Zum anderen bekommt sie 105 000 Euro aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“, aus dem in den vergangenen Jahren bereits Gelder flossen.

Das Programm „soziale Stadt“ soll strukturschwache Stadt- und Ortsteile städtebaulich, wirtschaftlich und sozial aufwerten. „Wir möchten in Glückstadt-Nord Wohnraum modernisieren, Leerstände beheben und öffentliche Räume aufwerten“, erklärt Bauamtsleiter Dr. Lüder Busch. Insbesondere der Wohnungsleerstand sei in dem Stadtteil ein großes Problem. Dazu solle Kontakt mit Wohnungsbaugesellschaften aufgenommen werden. „Zunächst haben wir einige Vorbereitungsmaßnahmen vor uns“, sagt Dr. Busch. Denn bevor in konkrete Projekte investiert werden kann, muss zunächst die Problemsituation analysiert und ein Konzept entwickelt werden. Gemeinsam mit den Bewohnern und den Institutionen könnten nun die Planungen starten.

In der Vergangenheit hatte Glückstadt aus dem Topf „Sanierung und Entwicklung“ der Städtebauförderung profitiert. Mit den Mitteln wurde beispielsweise der Hafen saniert. Dieses Programm läuft in diesem Jahr komplett aus. Stattdessen erhält Glückstadt fortan Mittel aus dem Topf für „Kleinere Städte und Gemeinden“. Sie sollen den Strukturen von Unterzentren zugute kommen und insbesondere vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung eingesetzt werden. Glückstadt möchte mit den Mitteln einen neues „Zukunftskonzept Daseinsfürsorge“ entwickeln. Erste Planungen dazu laufen schon. Verschiedene Bereiche der Stadt werden unter anderem auf Attraktivität und Barrierefreiheit hin untersucht. Das Programm „Kleinere Städte“ und Gemeinden läuft bis 2018. Busch: „Es gilt jetzt abzuwarten, wie die Mittel auf die einzelnen Jahre verteilt werden.“


Beamten-Viertel erhalten


Schon vor Jahren hatte die Stadt Brunsbüttel eine Erhaltungssatzung für das historische Beamtenviertel, eine zwischen 1908 und 1910 entstandene Siedlung nach dem Modell englischer Gartenstädte für Kanallotsen und Beamte der Kanalverwaltung, aufgestellt. Viele der Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Dieses Ensemble, so Bürgermeister Stefan Mohrdieck, müsse erhalten werden. Neue Dächer oder Fenster und energetische Sanierung seien gerade für die Hausbesitzer nicht einfach zu bewältigen. Mithilfe der Städtebauförderung könne die Stadt ihren Bürgern dort nun unter die Arme greifen.

Auch Brunsbüttel selbst hat ein Interesse an Fördergeldern. Die Boje-Schule soll durch einen Neubau am Bildungszentrum ersetzt werden. Das zum Teil denkmalgeschützte Gebäude könnte nicht zuletzt dank öffentlicher Zuschüsse besser für eine Nachnutzung umgebaut werden. Die Neuaufnahme dieses Viertels in die Städtebauförderung bedeutet für die Stadt 90 000 Euro in diesem Jahr – wovon allerdings ein Drittel als Eigenanteil aufgebracht werden muss.


Itzehoes Innenstadt stärken


Nach Itzehoe fließen 180 000 Euro aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Und das freut Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen, der gestern davon erfuhr: „Die Aufnahme in das Programm ist gut, so haben wir einen Fuß in der Tür.“ Doch was genau mit dem Geld angepackt werden soll, steht noch nicht fest. Erst Ende des Monats gebe es ein Gespräch, in dem das Ministerium erläutern werde, welche Vorstellungen es an die Förderung knüpft, so Koeppen. Mit der Politik muss dann definiert werden, welche Maßnahmen konkret in Angriff genommen werden – auf jeden Fall soll damit eine positive Entwicklung in der Innenstadt angeschoben werden. In der Bewerbung wurden Qualifizierung des Einzelhandels und Nutzungsvielfalt, Stärkung der Wohnfunktion und Stärkung der örtlichen Zentralfunktion genannt. Zu Letzterer gehört beispielsweise die Erhöhung der Aufenthaltsqualität – unter anderem im Bereich des Theaterplatzes, der unter gestalterischen Mängeln leidet.

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erstellt am 09.Okt.2014 | 05:00 Uhr

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