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Wirtschaft in Steinburg : Region Itzehoe: Mehr Platz für Gewerbe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Gutachten über weitere Flächen soll bis Sommer vorliegen. Das Gremium unterstützt auch die Forderung einer Nordtangente.

von
erstellt am 08.Apr.2017 | 17:11 Uhr

Braucht der Kreis Steinburg neue Gewerbeflächen? Gleich zwei Gutachten beschäftigen sich zurzeit mit dieser Frage. Zum einen wird der Bedarf an der Achse B 5/A 23 und A 20 für die Kreise Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg ermittelt, zum anderen hat die Region Itzehoe für die Kreisstadt und die 15 umliegenden Gemeinden ein eigenes Gutachten in Auftrag gegeben. In einem Zwischenbericht geht die Firma Cima Beratung und Management GmbH aus Lübeck davon aus, dass bis 2030 bis zu zwei Hektar pro Jahr an weiteren Flächen benötigt werden könnten. Das erklärte Projektleiter Uwe Mantik bei der jährlichen Regionalversammlung in Hohenaspe.

Im Sommer soll das Gutachten vorliegen. Eingearbeitet wird dann auch eine Umfrage bei 500 Steinburger Unternehmen, die demnächst starten soll. Dort sollen die Betriebsinhaber angeben, ob sie im Zeitraum bis 2030 eine Erweiterung ihres Unternehmens planen und wenn, in welcher Größe und an welchem Ort.

Uwe Mantik und seine Mitarbeiter greifen bei ihrer Prognose unter anderem auf die Gewerbeflächenentwicklung der vergangenen Jahre zurück. So wurden in Itzehoe zwischen 2012 und 2016 durchschnittlich pro Jahr 3,35 Hektar bebaute und 2,96 Hektar unbebaute Gewerbegrundstücke veräußert. Berücksichtigt wird auch, wie sich die Beschäftigtenzahl in der Region bis 2030 entwickelt. Das Planungsbüro geht hier von einer Steigerung um 1350 Frauen und Männer auf 21  000 Beschäftigte aus. Bestandsflächen, bei denen es schon Baurecht gibt oder die im Flächennutzungsplan enthalten sind, gehen laut Mantik ebenfalls in die Prognose ein. Nachdem das Gutachten im Sommer vorliegt, sollen die Empfehlungen daraus in die gemeindlichen Gremien zur Beratung gehen. „Wenn uns die Landesplanung dann wohlgesonnen ist, können die ersten neuen Gebiete nach drei bis fünf Jahren zur Verfügung stehen“, betonte der Projektleiter.

Neben der Gewerbeflächenentwicklung beschäftigt sich die Region Itzehoe nach den Worten von Olaf Prüß vom Planungsbüro Region Nord, der sich zusammen mit seinem Kollegen Dirk Appel und der Itzehoer Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula um den Zusammenschluss der Kommunen kümmert, auch intensiv mit der Nordumgehung um Itzehoe. Die Region Itzehoe habe sich einstimmig dafür ausgesprochen und das Ministerium aufgefordert, zügig mit den Planungsarbeiten zu beginnen. Doch auch wenn das Projekt in Kiel befürwortet wird, dauert es mit der Realisierung. „Für den Fall einer vorrangigen Einstufung wird die Planungszeit acht Jahre in Anspruch nehmen – auch ohne Klagen“, betonte Prüß.

Ähnliche Unterstützung wie für die Nordtangente erhofft sich Lägerdorfs Bürgermeister Heiner Sülau für die Landesstraße 116 zwischen Lägerdorf und Schloss Breitenburg Der Abschnitt ist seit neun Jahren für den Lkw-Verkehr gesperrt und für den Autoverkehr nur mit Einschränkungen befahrbar. „Wir fühlen uns etwas allein gelassen.“ Die Gemeinde Lägerdorf benötige Unterstützung und Mitarbeit, sonst werde in den nächsten Jahren nichts geschehen. Auch vor dem Hintergrund, dass am Schloss ein neues Hotel gebaut werde, sei die Straße notwendig.

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