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Diskussion : Region braucht bessere Busverbindungen

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mobilität und Lebensqualität sind Thema einer Diskussion in Glückstadt. Teilnehmer kritisieren viele Einschränkungen. Nun sollen Arbeitsgemeinschaften im Gespräch bleiben.

„Keine Laberstunde“ sollte der Abend werden – so gab Bürgermeister Gerhard Blasberg ganz klar die Richtung vor. Das Lokale Bündnis für Familie hatte zu einem Diskussionsforum mit dem Thema „Mobilität für mehr Lebensqualität in Glückstadt und Umgebung“ eingeladen. Die komplexe Thematik unter Moderation der Gleichstellungsbeauftragten Deborah Azzab-Robinson umfasste die Bereiche Bahn, Bus, Rad.

Eindrucksvoll schilderte Nadja Darwishi – sie kam vor drei Jahren aus Afghanistan nach Itzehoe – ihre Erfahrungen mit schlechten Verbindungen und langen Wartezeiten etwa beim Besuch von Integrationskursen. „Mit häufigeren Verbindungen würde ich bestimmt leichter Arbeit finden.“ Torsten Böttcher und Helmut Pieper – beide mit körperlicher Behinderung – beklagten schlechte Busverbindungen am Abend und Wochenende.

Katharina Thien (Grüne Jugend) und Rajiv Engeling (Kinder- und Jugendforum) sahen die Gefahr sozialer Ausgrenzung für Jugendliche. „Größere Mobilität würde den Jugendlichen nützen. Auch wir wollen nach Itzehoe, Elmshorn oder Hamburg, um dort Freizeitaktivitäten nachzugehen.“


Kein Konsens


Ein Konsens, die Mobilitäts-Situation vor Ort zu ändern, kam erwartungsgemäß nicht zu Stande. Die politische Seite zeigte Ansätze auf. Christine Berg (B90/Grüne) plädierte für einen Ausbau des Radwegenetzes, Barrierefreiheit und Sicherheit. Ovid Westermann (CDU) bedauerte, dass nach seinen Worten der HVV scheinbar kein Interesse an einem Ausbau in den Kreis Steinburg habe. „Zusammengenommen ist Mobilität auch eine Frage der finanziellen Machbarkeit“, betonte Westermann.

Am Ende der Veranstaltung wurden Arbeitsgemeinschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten gegründet. „Wir bleiben im Austausch“, freute sich Deborah Azzab-Robinson. Gerhard Blasberg war das allerdings zu wenig. Auf sein Drängen wurde gleich der Termin für ein nächstes Treffen festgesetzt: Donnerstag, 23. Januar 2014.

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erstellt am 23.Sep.2013 | 10:30 Uhr

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