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Norddeutsche Rundschau

15. Dezember 2017 | 17:37 Uhr

Amt Herzhorn : Reges Treiben unter der Hülle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Leblos lässt die Hülle das Amtsgebäude nach außen erscheinen, doch im Innern geben die Bauarbeiter alles: Der Dachstuhl ist montiert und soll bald eingedeckt werden. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres fertig sein

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Von außen sieht das Verwaltungsgebäude des Amtes Horst-Herzhorn in der Wilhelm-Ehlers Straße wie ein verhülltes Kunstobjekt aus, aber unter dem Baustellen-Dach herrscht reges Treiben und es wird eifrig gearbeitet. Überall liegen Latten, Balken und Isolationsmaterialien herum. In den Fluren und am Gebäude stehen Gerüstteile und Steine herum und zu hören ist das Hämmern und Bohren der Handwerker.

Der Dachstuhl mit den Gauben ist schon fertig montiert und wird zurzeit mit Planen abgedichtet und eingelattet, so dass die Handwerker bald mit der Eindeckung der Dachpfannen begonnen können. Gleichzeitig werden die momentan teilweise abgetragenen Außenmauern wieder mit Glückstädter Klinkern aufgemauert und verfugt. Die Installation der Haustechnik wird vorbereitet.

Das Amtsgebäude war im März dieses Jahres durch einen Dachstuhlbrand erheblich beschädigt worden. Die Außenstelle der Amtsverwaltung ist deshalb vorübergehend nach Horst verlegt worden. Die Ärzte der Gemeinschaftspraxis Herzhorn nutzen während des Wiederaufbaus Räume der Stadtklinik in Glückstadt.

Noch während Brandsanierung, Trocknung und Rückbau der kaputten Gebäudeteile begannen, starteten auch die Planungen für den Wiederaufbau. In Zusammenarbeit zwischen dem Amt Horst-Herzhorn als Eigentümer, der Gemeinschaftspraxis als Nutzer und der Gebäudeversicherung wurde das Sanierungskonzept festgelegt und das Architektenbüro Butzlaff und Tewes aus Brande-Hörnerkirchen mit der Planung und Bauleitung beauftragt.

Wöchentlich findet ein Baubesprechung vor Ort mit den Architekten Magdalene Spiering und Janning Johannsen, dem Vorsitzenden des Bauausschusses des Amtsausschusses Horst-Herzhorn, Wolfgang Glißmann, dem zuständigen Mitarbeiter der Amtsverwaltung für Hochbau, Thorsten Sommer, und den beteiligten Handwerksbetrieben statt. Architektin Magdalene Spiering stellt fest: „Wir sind gerade in einem guten Lauf und es geht schnell voran.“ Die Holzbaufirma Laackmann aus Landscheide und die Maurerfirma Doose aus Windbergen/ Dithmarschen hätten gute Arbeit geleistet. Die Aufträge für die Elektroinstallation und Sanitärtechnik seien an die Firma Meiners aus Glückstadt vergeben worden. „Wir haben noch das Ziel, bis zum Jahresende fertig zu sein. Dazu muss aber alles gut klappen. Durch die Einhausung sind wir unabhängig von der Witterung“, sagt Spiering.

Thorsten Sommer von der Amtsverwaltung ergänzt: „Manchmal kommt es zu zeitlichen Verzögerungen, weil der Gutachter des Gebäudeversicherers noch kein Okay gegeben hat. Insgesamt klappt die Zusammenarbeit aber sehr gut.“

Zusätzlich zur Wiederherstellung soll eine Außentreppe als weiterer Fluchtweg eingebaut werden. Das Dach und die Dachfenster im nicht betroffenen Gebäudeflügel werden ebenfalls erneuert, um dem Gesamtbau ein einheitliches Aussehen zu geben. Das große Kachelbild des Glückstädter Grafikers Peter Wirsing, das in der Eingangshalle seinen festen Platz hat, wurde durch den Brand nicht beschädigt. Das Kunstwerk wurde mit Bauplatten gesichert und wird im nächsten Jahr weiterhin die Besucher des Gebäudes erfreuen.

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