Wasserschäden : Regen-Opfer müssen umziehen

Ärztin Swetlana Steffens mit Azubi Denise Kröning beim Ausräumen.
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Ärztin Swetlana Steffens mit Azubi Denise Kröning beim Ausräumen.

Wasser hat in Kellinghusen zahlreiche Schäden verursacht und Wohnungen zerstört / Stadt bittet um Spenden

Das Wasser ist weg, Not und Zerstörung bleiben. Insbesondere die Bewohner von zwei Souterrain- Wohnungen am Schulberg stehen nach den Überflutungen des Starkregen am vergangenen Dienstag vor dem Nichts. Innerhalb von Minuten zerstörten die plötzlich einbrechenden Wassermassen ihr persönliches Lebensumfeld. Bis zu 1,40 Meter Höhe stieg die Flut und durchweichte komplette Wohnungseinrichtungen (wir berichteten). Vom Bett bis zum Sofa, von der Kücheneinrichtung bis hin zu Erinnerungsstücken mit hohem ideellen Wert fiel alles dem ungewöhnlichen Wetterereignis zum Opfer.

Unter Schock machten Bewohner und Helfer sich noch am Abend des Geschehens an die Aufräumarbeiten. Retten konnten sie kaum etwas, der aufgetürmte Möbelberg am Straßenrand hat nur noch Schrottwert. „Die Menschen befinden sich in einer akuten Notlage“, wendet Bürgermeister Axel Pietsch (BFK) sich deshalb mit einem Spendenaufruf an die Bevölkerung. Mit gutem Beispiel voran geht die Kommune. Im jüngsten Personal –und Finanzausschuß wurden 500 Euro als Grundstock für die Starkregen-Hilfe bereit gestellt.

Ärztin Swetlana Steffens versucht gemeinsam mit Azubi Denise Kröning immer noch, verdreckte Praxisgegenstände zu retten. Doch kann die Medizinerin schon wieder lächeln. „Der Bürgermeister hat sich sehr gekümmert“, sagt sie. Für ihre meist älteren Patienten hat sie gute Nachricht: Die Praxis wird schon am 1. Juli wieder eröffnen. „Wir ziehen in die Lindenstraße 38“, sagt Steffens. Eigentlich hätte der Umzug in die Räumlichkeiten der ehemaligen Buchhandlung Köhlmann erst einige Monate später erfolgen sollen. Nun ist Swetlana Steffens glücklich über das Entgegenkommen des Vermieters.

Auch für die Mieter der zwei zerstörten Wohnungen seien Unterkünfte gefunden worden, teilte Pietsch mit. Hilfe leisteten Stadt und Amt außerdem bei der Entsorgung der Einrichtungsgegenstände. Die Ordnungsbehörde des Amtes Kellinghusen werde einen Container bereit stellen. „Damit die Menschen nicht noch damit belastet werden, dass ihr Hab und Gut ständig durchwühlt wird.“


> Spenden unter dem Stichwort „Starkregen“ können auf folgendes Stadtkonto bei der Sparkasse Westholstein eingezahlt werden: IBAN: DE30 22250020 0090422361.

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