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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 04:42 Uhr

segeln : Regattasieg geht ans andere Elbufer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Elbewettfahrt: Willi Decker aus Freiburg schlägt Brunsbütteler Titelverteidiger Rainer Gosch. Insgesamt 26 Boote mit 100 Seglern gestartet – neuer Rekord des traditionelen Wettkampfs der Seglervereinigung Brunsbüttel.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2013 | 12:51 Uhr

Mit einem neuen Teilnehmer-Rekord von 26 Booten und rund 100 Seglern wurde die traditionelle Elbewettfahrt der Seglervereinigung Brunsbüttel (SVB) ausgetragen. Der Start für das 29 Seemeilen (54 Kilometer) lange Rennen nach Cuxhaven und zurück erfolgte etwa einen Kilometer vor der Ausfahrt des Alten Brunsbütteler Hafens.

„Manchmal wird eine Regatta schon im Hafen entschieden“, erklärte Regattaleiter Jürgen Drews. Denn wer nicht rechtzeitig den Hafen verlässt, kann bei ablaufendem Wasser mit dem Kiel im Schlick stecken bleiben. Doch bei besten Segel-Witterungsbedingungen machten sich auch die Boote mit mehr als zwei Metern Tiefgang rechtzeitig auf den Weg. Nervös tänzelten die Segelboote auf dem Wasser umher, um die optimale Startposition zu erreichen. Die Regatta-Teilnehmer aus Brunsbüttel starteten zusammen mit elf Gastseglern aus Freiburg, Otterndorf, Glückstadt und anderen befreundeten Vereinen im Umkreis von 50 Kilometern. Ab 9.30 Uhr ertönten dann die Startsignale für den Cup der Dithmarscher Brauerei (Boote ohne Spinnaker) und für die beiden Wertungsklassen des Cup der Sparkasse Westholstein.

Schon beim Start zeigte sich, das Regatta-Segeln sportlicher Einsatz auf höchstem Niveau ist. „Schnelle Manöver an Bord sind das Wichtigste bei so einer Wettfahrt. Dazu gehört eine eingespielte Crew, die vorteilhafterweise auch das Boot schon kennt“, weiß Drews. So gingen einem Teilnehmer wertvolle Minuten verloren, weil das Spinnaker-Segel falsch eingehängt war. Auch Skipper Mathis Gosch, der mit einer C 29 Colina an den Start gegangen ist, musste mit einem vom Wind verdrehten Spinnaker kämpfen. Sein Segelboot Ditte wurde im vergangenen Jahr für die Jugend der SVB gekauft, die jetzt erstmals diese Regatta fuhr.

Neben der Wasserschutzpolizei aus Cuxhaven und dem Rettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger aus Brunsbüttel sorgen fünf weitere Boote für die Sicherheit auf der Strecke und die Einhaltung aller Kursvorgaben. Bei einer Stromgeschwindigkeit von drei Knoten und rund 18 Knoten Windgeschwindigkeiten war die Wettfahrt-Strecke, die sich außerhalb der Fahrrinne für die großen Pötte aus Hamburg befand, für alle Segler eine Herausforderung.

„Dafür hatten wir bestes Wetter: jede Menge Sonne und genügend Wind. Das machte richtig Spaß“, waren sich Lasse (14) und Fynn (16) Ausborm einig. Die beiden Landesjugendmeister aus Brunsbüttel gingen an Bord der „Eisbär“ unter Skipper Sven-Olaf Ausborm zusammen mit Carsten Willer (15), Birthe Eberhardt (16) und Stina Hahnkamm (15) auf die 29 Meilen (54 Kilometer) lange Strecke. Obwohl die Eisbär als drittschnellstes Boot ihrer Wertungsklasse wieder über die Ziellinie fuhr, landeten sie in der Endwertung auf Platz sieben. „Um alle Boote gerecht zu vergleichen, berechnen wird die Zeitergebnisse mit den Yardstick-Bewertungspunkten“, erläuterte Regattaleiter Drews.

Nach dieser Berechnung musste sich Vorjahressieger Rainer Gosch mit seiner Crew auf der Lofot dem Team von Willi Decker (Seglervereinigung Freiburg/Elbe) auf der Santa Catarina um eine Sekunde geschlagen geben. Drittplatziertes der zweiten Gruppe des Cup der Sparkasse Westholstein mit Spinnaker wurde Skipper Tilmann Wiebe mit der Crew auf der Fridefix.

In der ersten Gruppe mit Spinnaker führte Wolfgang Wiese (Burrasca) vor Klaus Arndt (Elfuchs) und Manfred Thiessen (Yggdrasil) an. Den Cup der Dithmarscher Brauerei für Boote ohne Spinnaker gewann Jan Lok (Black Out) vor Uwe Ladebusch (Shanty) und Thies Wiebe (Elvmöv). Wie auch im vergangenen Jahr erhielt Andreas Dahm (X-Tours) den Sonderpreis für „First Ship Home“ – erstes Schiff über der Ziellinie.

Nach dem Segeln und dem Stegbier als Begrüßung folgte ein zünftiges Schuppenfest mit Pokalübergabe. Drews: „Hier wird dann gleich ein zweites Mal gesegelt und der Tag Revue passieren gelassen.“

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