Vernissage : Reduziertes und Strukturiertes im Gericht

Olaf Plotz spielt, Maria Funcke und Fritz A. Kunkelmoor hören zu.
Olaf Plotz spielt, Maria Funcke und Fritz A. Kunkelmoor hören zu.

Maria Funcke zeigt Malerei in Öl, Fritz A. Kunkelmoor Skulpturen. Zum zweiten Mal stellen beide zusammen im Itzehoer Landgericht aus. Ihre Werke sind bis März zu sehen.

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11. November 2013, 05:00 Uhr

„Maria, es geht los, wir beide!“ Zum zweiten Mal nahm der Bildhauer Fritz A. Kunkelmoor die Malerin Maria Funcke aus Kiel für eine gemeinsame Ausstellung mit ins Itzehoer Landgericht. Unter dem Titel „Reduziert und strukturiert“ stellt der Verein „Justiz und Kultur“ die beiden Positionen bis Anfang März im Foyer vor.

Maria Funcke (geboren 1959) beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit Malerei, erst Aquarell, dann bald in Öl. Die über- und nebeneinander liegenden Malgründe sind klar definiert und strahlen in lebendigen, mutigen Farben. Als Blickfang dienen oft kleine Motive wie Schuhe, Becher oder Rettungsringe. Die Sommerfrische dieses Jahres fing sie ein in den fünf neuesten Bildern. Zusammen mit anderen Malerinnen arbeitete Maria Funcke am Selenter See. Und selbst beim Malen in der Natur flossen überraschend wenige vorhandene Motive ein. So aber doch das Empfinden, das Erleben des Moments. Es sind weiterhin fröhliche Farben, hinzugekommen ist aber eine feine Leichtigkeit in den aufgebrochenen Flächen.

Fritz A. Kunkelmoor (geboren 1946) lebt in Wacken. Allein in den vergangenen zehn Jahren präsentierte er seine Arbeiten in 15 Ausstellungen. Beeindruckend ist Kunkelmoors beharrliche Suche nach seiner künstlerischen Form. Die Ausstellung zeigt die letzten 13 Ergebnisse, aus Kalkstein, Sandstein oder Marmor und dokumentiert seine „Suche nach dem Wesentlichen im Leben“, wie er erläuterte. Titel wie „Gehalten“, oder „Aneinander“ beziehen sich nicht auf konkrete Motive, sondern zielen ab auf die Vermittlung von Beziehungen oder Seelenzuständen.

Zur Eröffnung spielte Olaf Plotz auf Percussion-Instrumenten, stets mit Händen und Fingern. Auch die Aussteller legen Wert auf „Handarbeit“, suchen die körperliche Nähe zum Material. Kunkelmoor verzichtet auf Maschinen und arbeitet mit Hammer und Meißel. Maria Funcke trägt die Farbe mit Lappen, Spachtel oder sogar Händen auf. Obwohl beide Aussteller bekennende Autodidakten sind, verfolgen sie ihren kreativen Weg konstant und mit Leidenschaft. Zu einer dritten gemeinsamen Ausstellung im Landgericht lud Vereinsvorsitzender Dietmar Wullweber schon jetzt voller Vorfreude ein.

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