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Frisches Design : Recyclingpapier wird zu Paper 4.0

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Europas Marktführer Steinbeis gibt seinem Produkt einen modernen Namen – angepasst an die neue Industrie.

von
erstellt am 11.Jan.2016 | 17:40 Uhr

Ökologisch und doch hochmodern: Das Papier herstellende Unternehmen Steinbeis verkauft seine Produkte an die Industrie, an Behörden und Unternehmen. Ein Grund, weshalb die Papiere für das Büro jetzt einen neuen Namen und ein frisches Design bekommen haben: „Paper 4.0“.

Den Namen hat sich das Unternehmen sozusagen geliehen, denn der Begriff ist eine bekannte Wortschöpfung zu der es eine Kampagne und ein Forschungsprojekt der Bundesregierung und der Industrie gibt. Industrie 4.0 – auch „Intelligente Produktion“ und „Vierte industrielle Revolution“ genannt – bezeichnet die Art der Fertigungstechnik und der Logistik.

In der Herstellung von Recyclingpapier nimmt Steinbeis eine Ausnahmestellung ein. Früh in den 70er Jahren schon stellte das Unternehmen die Weichen, um Papier aus Altpapier herzustellen. Heute betreibt Steinbeis eine der modernsten ökologisch-integrierten Recyclingpapierfabriken, zählt zu den Marktführern in Europa und gilt als Pionier der Branche. Mit Erfolg, denn umweltfreundliches Papier ist keine Ausnahme mehr bei den Kunden, sondern wird immer mehr zur Selbstverständlichkeit in der modernen Industrie und in Verwaltungen.

Der neue Produktslogan „Paper 4.0“ ist jetzt auf allen neuen Verpackungen des Büropapier-Sortiments zu finden „und ist der rote Faden der Kommunikation“. Ulrich Feuersinger, Geschäftsführer von Steinbeis Papier erklärt: „Paper 4.0 verschafft Steinbeis Produkten und dem innovativen Industriekonzept des Unternehmens eine andere Aufmerksamkeitsspanne. Beim Begriff Recyclingpapier werden immer noch gewisse Vorbehalte ausgelöst. Als technisch-affiner Begriff transportiert Paper 4.0 die Hightech-Qualität und liest sich einfach spannender.“

Moderne Industrie, modernes Produkt „Paper 4.0“: so sieht sich das Glückstädter Unternehmen im Zusammenhang mit der „Industrie 4.0“ und dem Leitbild eines innovativen Deutschland. Die Bundesregierung fördert Produktionen, die Bestehendes nutzt – im Fall von Steinbeis aus Altpapier neues zu machen. Zudem geht es um nachhaltiges Wirtschaften. Das Unternehmen setzt auf ein Industrie- und Geschäftsmodells, das zu 100 Prozent auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft aufbaut. Feuersinger: „Von der Beschaffung über die Herstellung bis zur Logistik. ‚Closed loop‘ nennt sich das Prinzip des geschlossenen Kreislaufes.“ Dies beinhalte bei der Papierfabrik den Stoff, die Produktion und den Wasser- sowie Verwertungsbereich. Alles, was in die Fabrik hereinkommt, wird vollständig verwertet. Eingesetzt werden dafür hochmoderne Technologien und Anlagen. Dazu gehört auch Energie richtig einzusetzen. Das ist für das Unternehmen wichtig – aus ökologischen und aus wirtschaftlichen Gründen. Das Heizkraftwerk mit seiner Kraft-Wärme-Koppelung reduziert den Kohlenstoffdioxid-Ausstoss zusätzlich und erzeugt 50 Prozent der thermischen Wärme.

„Steinbeis ist ein zukunftsweisendes Industriemodell“, sagt Ulrich Feuersinger. „In über 30 Jahren haben wir eine der modernsten Reyclingpapierfabriken aufgebaut.“ Das Konzept sei konkurrenzfähig und würde gleichzeitig die Umwelt schonen. Für Feuersinger ist klar: Papier wird weiterhin gebraucht – auch in Zeiten des digitalen Wandels.

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