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Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 00:53 Uhr

Itzehoe : Rechnen bis nach Mitternacht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hunderte Schüler an drei Itzehoer Gymnasien brüten über Formeln und Zahlen in der „Langen Nacht der Mathematik“

Den Taschenrechner griffbereit, leere Hefte für Notizen und Stifte vor sich liegend, beugten sie sich über die Aufgabenzettel und brüteten über den Zahlen. Freude und Verzweiflung lagen dicht beieinander, als am Freitag die „Lange Nacht der Mathematik“ an den drei Gymnasien in Itzehoe wieder für rauchende Köpfe sorgte.

Die Schüler sollten zum Beispiel lösen, wie hoch die Anzahl aller dreistelligen Zahlen und deren „Spiegelzahlen“ ist, die durch 11 teilbar sind und drei verschiedene Ziffern haben. „Da ist Abzählen viel zu schwierig, es muss auch mathematische Wege geben, das zu berechnen“, erläuterte Stefan Karkow, Mathelehrer und Fachschaftsvorsitzender für Mathematik an der Auguste-Viktoria-Schule (AVS). Und das macht seit Jahren immer mehr Schülern in Itzehoe Freude.

So hatten sich im Sophie-Scholl-Gymnasium 60 Gruppen mit 211 Schülern versammelt, an der Kaiser-Karl-Schule (KKS) 52 Gruppen mit 157 Schülern und an AVS 67 Gruppen mit 201 Schülern. Von 18 Uhr bis nach Mitternacht rechneten sie und mussten sich anhand ihrer Ergebnisse in mehreren Runden jeweils für das nächst schwierigere Level qualifizieren.

An der AVS herrschte eine Mischung aus konzentrierter Spannung in den Klassenräumen und Ausgelassenheit auf den Fluren. Koordinator und Mathelehrer Stefan Karkow, der von Anfang an, seit etwa 15 Jahren, dabei ist, sagte: „Alle 16 Mathelehrer der Schule nehmen teil, die Schülervertretung sorgt für Pizza, und 40 Eltern unterstützen uns.“

Die Aufgaben waren „jahrgangsgerecht und anspruchsvoll“. So saßen die Schüler in den Räumen und versuchten sich grüppchenweise an den Lösungen. Die Kleinen aus den Klassen 5 und 6 mussten um 22 Uhr nach Hause, der Rest durfte bis Mitternacht weiter machen.

Den Kopf über den Aufgaben zerbrach sich auch Mathefan Paul Gisler (14) aus der Klasse 9b. „Ich mache hier schon mit, seit ich an der Schule bin“, sagte er. „ Die Aufgaben seien eine Herausforderung. „Schön ist es, dass man hier nicht alleine davor sitzt, sondern sich mit anderen beraten kann“, fand er. Besonders vorbereiten musste er sich dafür nicht. „Wenn man im Unterricht aufpasst, dann geht das schon.“

Neben ihm saß Hanna Schändel (14), die zum ersten Mal mitgemacht hat. Und wie schwer waren die Aufgaben? „Es ist halt Mathe.“ Mit ein bisschen Hilfe schaffe sie es aber, sie zu lösen. „Ich hätte gedacht, dass es viel schwerer ist, ruhiger zugeht und nicht so locker.“

Die Mathenacht sei aus Sicht der Schule an der AVS „sehr positiv verlaufen“. Die 5. und 6. Klassen hatten schon um 21.20 Uhr als Vierte aller teilnehmenden Schulen die zwei Runden geschafft. Eine dritte Runde gibt es in der Altersstufe nicht. Die mittleren Klassen waren bis Mitternacht in Runde 2. „Leider wurden sie durch nicht eindeutige Eingabeanweisungen der richtigen Antworten beraubt und somit ausgebremst“, bedauerte Karkow. Die Oberstufe war deutlich vor Mitternacht in Runde drei. Hier wurde auch nach 24 Uhr mit den Lehrern Hans-Otto Kruse und Ute Timmermann weiter gerechnet. Endergebnisse waren am Wochenende noch nicht bekannt.



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erstellt am 23.Nov.2015 | 05:06 Uhr

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