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Reaktion der Initiatoren: Freude und scharfe Angriffe

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Die Fraktionen von UWI, DAF, FDP, Die Linke und IBF hatten per Bürgerbegehren den Bürgerentscheid herbeigeführt. Die Vertretungsberechtigten Hans Emil Lorenz (UWI), Dr. Jörn Michaelsen (FDP) und Joachim Scheidler (DAF) kommentierten den Erfolg mit einer Mischung aus tiefer Zufriedenheit und Genugtuung.

"Ein sehr klares Ergebnis", sagte Michaelsen. Die Beteiligten seien zwar hoffnungsfroh, darauf aber dann doch nicht vorbereitet gewesen: "Meine Erwartungen sind deutlich übertroffen werden." Das Ergebnis sei rund und eine Basis, auf der sich das Projekt Haus der Jugend weiter voranbringen lasse. Dafür dankte der Liberale den Bürgern, gratulierte ihnen aber auch gleichzeitig: "Die Mehrheit hat sich hier für eine sehr reife Entscheidung zusammengefunden." Möglich gemacht habe das der Einsatz der vielen Beteiligten, wobei Michaelsen besonders die Mitglieder der DAF hervorhob.

Deutlich schärfer fiel die Stellungnahme von Lorenz aus, der die "einmalige Arroganz" des Bürgermeisters sowie von CDU und SPD geißelte. Gegen alle Vernunft hätten sie mit geballter Kraft die Initiatoren bekämpft, ohne richtige Zahlen zum Alsen-Projekt vorliegen zu haben. Gerade er selbst habe in den Diskussionen einen harten Stand gehabt und sei persönlichen Angriffen ausgesetzt gewesen, so der UWI-Fraktionschef. Ihn freue das eindeutige Ergebnis, mit dem der große persönliche Einsatz und die aufgewendete Kraft honoriert würden, aber auch der "finan zielle Irrsinn" verhindert werde. Noch einmal kritisierte Lorenz, dass die Abstimmung nicht mit der Bundestagswahl im September zusammengelegt worden war, um Kosten zu sparen, wie es die Initiatoren angestrebt hatten.

"Ein voller Erfolg", freute sich Scheidler, um sogleich ebenfalls auf Angriff zu schalten: "Die große Koalition hat eine vernichtende Niederlage erlitten. Sie sollten sich überlegen, ob sie die richtige Politik machen." Er hoffe, dass nunmehr unverzüglich von der Stadtverwaltung unter Leitung des Bürgermeisters die Schritte eingeleitet würden, um den Beschluss umzusetzen, das Haus der Jugend so zu bauen, wie es schon mit dem Haushalt 2010 beschlossen worden sei.

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