DRK : Raumfrage ungeklärt

Bernd Micheel und Imgard Reitz wurden von Heidrun Puvogel und Wolfgang Preißner geehrt.
Bernd Micheel und Imgard Reitz wurden von Heidrun Puvogel und Wolfgang Preißner geehrt.

Kein Weiterkommen am favorisierten Standort Lindenstraße in Kellinghusen. Die Rettungswache ist jetzt Alternative.

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04. März 2014, 17:00 Uhr

Wolfgang Preißner wird auch in den kommenden vier Jahren an der Spitze des DRK-Ortsvereins stehen. Im Rahmen der Jahresversammlung wurde der Vorsitzende einstimmig erneut gewählt. Ein einmütiges Votum folgte für seine Stellvertreterin Heidrun Puvogel – sie steht jedoch nur für ein Jahr zur Verfügung. Dies gilt auch für den ebenfalls von ihr bekleideten Vorstandsposten des Schriftführers. Zum Selbstläufer wurde die Wahl des Schatzmeisters. Steffen Krohn – seit 28 Jahren „Finanzminister“ des Vereins – wird weiterhin für die Kasse verantwortlich sein.

Unter den Aufgaben der frisch gewählten Führungsriege wurde eine als besonders dringlich hervorgehoben: Der Ortsverein benötigt Nachwuchs. „Das DRK schafft es nicht mehr, die mittlere und junge Generation für seine Arbeit zu gewinnen“, beklagte der Kreisvorsitzende Rolf Schamerowski. Schlimmer noch: „Zum Teil sind wir nicht mehr in der Lage, Vorstandsposten zu besetzen, weil die Mitglieder sich zu alt fühlen.“

Als tragendes Element des gesellschaftlichen Zusammenhalts bezeichnete der stellvertretende Bürgermeister Reinhard Rübner (SPD) das DRK. „Das DRK ist eine schlagkräftige Gruppe, die dazu beiträgt Gesundheit und Leben zu erhalten.“ Hervor hob Rübner die Rolle der DRK-Bereitschaft. Der Einsatz der Ehrenamtler sei nicht nur bei unterschiedlichen Großereignissen unverzichtbar, sie sorgten außerdem bei Hochwasserereignissen in der Stadt für eine schnelle Hilfe.

Als Dauerbrennerthema sprach Preißner die Raumsituation des Vereins an. Ein Schlussstrich sei jetzt unter den lange favorisierten Standort in der Lindenstraße gezogen worden. „Wir mussten einsehen, dass es dort kein Weiterkommen gibt“, so Preißner. Als neue Möglichkeit nannte er den Standort der Rettungswache in der Lornsenstraße. Falls es mit deren geplanten Umzug auf das Liliencron-Gelände klappe, könnte das DRK auf dem Grundstück im Besitz des Kreisverbands sein Heim mit allen Angeboten unter einem Dach einrichten. Die Bereitschaft mit ihren Fahrzeugen sei dort schon zuhause. „Mit einem kleinen Anbau hätten wir das Raumproblem gelöst.“ Durchweg positiv gerieten die Berichte. Bereitschaft, Rettungshundestaffel, Aktion „Essen auf Rädern“, Bewegungsprogramme, Soziale Dienste und Blutspendedienst blickten allesamt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Von einer größeren Ausgabe berichtete Schatzmeister Krohn: Rund 9000 Euro sind für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs (Essen auf Rädern) in den Wirtschaftsplan eingestellt. 5000 Euro sollen aus der Rücklage entnommen werden. Für eine 25-jährige und 50-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Irmgard Reitz und Bernd Micheel.

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