zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

16. August 2017 | 21:50 Uhr

Feuerwehr : Rauchschwaden im Polizeigebäude

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Die Wilsteraner Blauröcke rückten zur Halbjahresübung aus. Unterstützung kam aus Itzehoe – mit der Drehleiter fürs Rettungs-Szenario.

Dichter Qualm stieg am Montagabend im Treppenhaus des Polizeigebäude am Colosseumsplatz auf. 15 Menschen war der Fluchtweg ins Freie versperrt. Während Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wilster die Mitarbeiter einer Zahnarztpraxis und einer Anwaltskanzlei im ersten Stockwerk über eine Steckleiter bergen konnten, mussten für die Rettung der Mitarbeiter eines Ingenieurbüros und einer Facharztpraxis im Dachgeschoss die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe angefordert werden. Mit dem Rettungskorb konnten alle Personen unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Drei Frauen waren noch rechtzeitig durch das Treppenhaus ins Freie gelangt. Hier hatte die Feuerwehr einen großen Ventilator in Stellung gebracht, mit dem das Treppenhaus belüftet werden konnte.

Was sich dort dramatisch darstellte, war nur der Verlauf der Halbjahresübung Freiwilligen Feuerwehr Wilster , die Gruppenführer Frank Rademann für seine Brandschutzkollegen ausgearbeitet hatte. Für den beruflich verhinderten Wehrführer Ralf Theede leitete dessen Stellvertreter Jan Auhage den mehr als einstündigen Einsatz bei Dauerregen. Ebenfalls als Betroffene an der „Brandstelle“ regelten die beiden Polizeioberkommissare Rüdiger Mengel und Holger Wietig den Verkehr in der durch den Feuerwehreinsatz komplett blockierten Etatsrätin-Doos-Straße. Er wurde entweder über die Tagg- und Burger Straße oder über den Colosseumsplatz zum Markt umgeleitet.

Unmittelbar nach Eintreffen der Feuerwehr machte sich der Einsatzleiter ein Bild von der Lage. In der Rolle als „Hausmeister“ konnte sie von Frank Rademann in allen Einzelheiten dargelegt werden. Ausgangslage des Brandeinsatzes war ein Feuer im Heizungsraum, das von der Feuerwehr mit einer Nebelmaschine simuliert wurde. Auf den Einsatz von Löschwasser innerhalb des Gebäudes wurde verständlicherweise verzichtet. Dennoch: Die Feuerwehr probte auch hierfür den Ernstfall und rollte zahlreiche Schlauchleitungen aus. „Wir haben heute nur 25 Aktive im Einsatz“, sagte Jan Auhage vor Ort. Die schwache Besetzung sei auf die noch herrschende Urlaubszeit zurückzuführen, informierte er.

Zum Abschluss der Übung, deren Verlauf auch von mehreren Ehrenmitgliedern der Wehr wie Hans Garms, Werner von Osten und Joachim Zager mit Interesse verfolgt wurde, gab es ein geselliges Beisammensein in der Polizeigarage.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen