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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 06:39 Uhr

Rattles-Fan trifft auf seine Idole

vom

Uwe Meyer aus Itzehoe hält der Hamburger Band seit mehr als 50 Jahren die Treue / Begegnung heute bei der Jubiläumsparty

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Ein paar Stunden noch - dann hat Uwe Meyer (63) aus Itzehoe die Begegnung seines Lebens: "Ich treffe die Rattles in Itzehoe und habe eine ganze Menge Fragen", sagt er. Heute Abend spielt die Band bei der Jubiläumsparty auf dem Wochenmarktplatz.

Als die "Rattles" Anfang der 60er Jahre bekannt wurden, ging Uwe Meyer noch zur Schule. "Für mich bedeutete das Auftauchen dieser Band: Sie kamen, sangen und siegten", sagt er. Das Ärgerliche: Er durfte mit 15 Jahren noch nicht selbst in den "Star Club" nach Hamburg, wo die "Rattles" 1963 die erste deutsche Band mit einem Engagement wurden. Aber sein älterer Bruder hatte die Singles der Band. "Er hat oft den Plattenspieler angemacht." Und Uwe Meyer hat gut zugehört, kannte die Songs und die Texte bald auswendig. Noch heute rattert er die Titel herunter: "Love Of My Life", "Cauliflower", "Go To Him", "Zip-a Dee Doo Dah" und "Shes The One". Auch den Musikfilm "Hurra, die Rattles kommen", der in 60er Jahren im Kino lief, hat Uwe Meyer gesehen. Nur ein Konzert der Band hat er bei aller Begeisterung bis heute nie besucht - "weil ich immer kein Geld dafür hatte".

Die Platten waren sein Ersatz dafür. Auf Flohmärkten hat er sich alle Werke der Band gekauft und hütet sie wie einen Schatz. Die LP "The Star Club Tapes" hat er einst für 29 Mark erstanden. Weil er um ihren Wert wusste, hat er nicht einmal gefeilscht. "Heute erreichen derartige Originalaufnahmen dreistellige Beträge", weiß er.

Als er vor kurzem in unserer Zeitung las, dass die "Rattles" in Itzehoe spielen, war Uwe Meyer wie elektrisiert. Er schnappte sich seine Platten-Cover und ging zu Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula. "Ich hatte die Idee, dass der Itzehoer Chor ,Come On And Sing von Bandgründer Achim Reichel singt", erzählt er. Daraus wurde zwar nichts, dafür bot ihm die Stadtmanagerin etwas anderes an: "Ich kann die Band backstage treffen", freut sich Uwe Meyer. Die Musiker haben ihn mit Unterstützung von Stefan Wolter, der für das Bühnenprogramm zuständig ist, vor ihrem Auftritt eine Stunde lang eingeladen. Und sie haben ausrichten lassen, er solle alles, was er habe, mitbringen, damit sie es signieren können. "Darauf freue ich mich unheimlich", sagt der 63-Jährige.

Mit Herbert Hildebrand am Bass und Dickie Scharrach am Schlagzeug sind noch zwei Musiker aus den Anfangs tagen dabei. Von ihnen möchte er sich Autogramme geben lassen.

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