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Verkehrsprobleme : Rathausstraße: Ampel soll es richten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Engpässe beim Begegnungsverkehr mitten in Wilster: Eine so genannte intelligente Lösung wird nicht vor 2018 kommen.

Um die zeitweise kritische Verkehrssituation in der nur fünfeinhalb Meter breiten Rathausstraße vor allem beim Begegnungsverkehr schwerer und überbreiter landwirtschaftlicher Fahrzeuge und wuchtiger Erntefahrzeuge in den Griff zu bekommen, soll eine „intelligente Ampelsteuerung“ eingesetzt werden. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die jetzt der Kieler Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele im Sitzungssaal des Amtes Wilstermarsch vorstellte. Die Studie hatte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) in Auftrag gegeben.

Auf die „intelligente Lösung“ wird man allerdings noch ein weiteres Jahr warten müssen. „Wir können sie noch nicht zur Erntesaison dieses Jahres installieren“, räumte Nägele ein. Mit den Vertretern der Stadt Wilster war sich der Staatssekretär einig, es in diesem Jahr während der Erntezeit bei einer Verkehrslenkung durch eine Baustellenampel zu belassen. Damit konnte sich auch Iris Dautwitz vom Landesbetrieb anfreunden. Aufgrund dieser Erfahrungen könnte dann möglicherweise schon ab 2018 „die kluge Lösung“ folgen.

Diese optimale Verkehrsregelung durch eine lasergestützte Verkehrsüberwachung soll auf den 317 Meter langen Teilbereich der Rathausstraße zwischen Blumenstraße und Am Fleth begrenzt werden. Im Vorfeld der dort platzierten Ampeln sollen jeweils drei Überwachungssensoren installiert werden. Diese Technik sei auch für das Verkehrsministerium eine Premiere, gab Nägele zu. Sie sei zwar die teuerste, aber die optimale Lösung. Sie wurde auch vom Chef der örtlichen Polizei, Frank Peters, begrüßt. „Der jetzige Zustand ist auf Dauer nicht hinnehmbar!“

Durch die intelligente Ampelschaltung sollen sowohl Begegnungsverkehre als auch Verkehrsbehinderungen auf das unumgänglich nötige Maß vermindert werden. Durch die moderne Lasertechnik der Sensoren werden überbreite Fahrzeuge schon im Zufahrtsbereich zur Rathausstraße erkannt. Droht eine Begegnung, wird der 317 Meter lange Teilbereich durch die Ampelschaltung zur vorübergehenden Einbahnstraße, so dass die breiten Fahrzeuge die Straße dann ohne Gegenverkehr passieren können. „Sobald sie den Engstellenbereich verlassen haben, wird die Straße wieder für beide Fahrtrichtungen freigegeben, so dass Verkehrsbehinderungen reduziert werden“, sagte Nägele.

Er lobte die Untersuchung und betonte, „dass zielführende Möglichkeiten zur Verbesserung der Verkehrssituation in Wilster dargestellt wurden“. Insbesondere zeigte er sich von den technischen Möglichkeiten einer intelligenten Ampelsteuerung angetan: „Damit lassen sich die durch große Traktoren hervorgerufenen Probleme deutlich reduzieren, ohne durch die Ampeln zugleich neue Verkehrsprobleme heraufzubeschwören.“

Das Land werde nun kurzfristig eine endgültige Variante auswählen und sich auch finanziell an der Umsetzung beteiligen, versicherte Nägele. „Die Details in dieser Frage sind noch zu klären, aber ich stehe zu meinem bereits 2014 gegebenen Wort, zur Umsetzung von Verbesserungen des Verkehrs in Wilster beizutragen.“ Ganz kostenlos werde es für die Stadt aber nicht werden. Die Kommunalpolitiker werden das Thema schon heute im Hauptausschuss anpacken. Es soll schnellstmöglich eine Stellungnahme erarbeitet werden, um damit in die Verhandlungen mit dem Landesbetrieb und dem Verkehrsstaatssekretär gehen zu können.

CDU-Stadtrat Mark Dethlefs: „Wir wollen die schweren Fahrzeuge einfach nicht in Wilster haben!“ Das Ziel werde auch durch die geplante Ampelregelung nicht erreicht. Die Probleme für Wilster seien damit ebenso ungelöst wie die Belastungen für die Grundstücke in der engen Bebauung der Rathausstraße. Zugleich wies der CDU-Politiker auf vier besonders schwere Straßenschäden in der Rathausstraße hin, die im Vorwege beseitigt werden sollten. „Es wird keine Reparaturen, sondern nur Vollsanierungen geben“, machte der Staatssekretär deutlich. In den nächsten elf Jahren sollten alle Landesstraße durch sein. Gleichwohl sagte er zu, die von Dethlefs genannten Schadensstellen noch einmal prüfen zu lassen.

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