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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 02:20 Uhr

Bauvorhaben : Rathaussanierung erfolgt in Etappen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ältestes Gebäude Lägerdorfs soll trotz schlechten Zustands als Amtsgebäude erhalten bleiben / Gesamtkosten belaufen sich auf 680 000 Euro

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2014 | 11:45 Uhr

Das Rathaus ist eines der ältesten Gebäude in Lägerdorf – und einem schlechten Zustand. Schimmelpilze im Keller, geringe Wärme-Isolierung, marode Fußböden. Doch für die Kommunalpolitiker aller Fraktionen ist auch klar: Das Gebäude aus dem Jahr 1896 soll erhalten werden. Ein auch zur Diskussion stehenden Abriss wurde verworfen.

Deshalb wird jetzt mit der Sanierung des Gebäudes begonnen. Allerdings in Etappen, denn die in einem Gutachten vor Jahren ermittelten Kosten von 680 000 Euro kann sich Lägerdorf nicht leisten. „Über fünf Jahre werden wir jeweils 70 000 Euro in den Haushalt einstellen“, sagt der Bauausschussvorsitzende Jürgen Tiedemann (CDU). Mit dem Geld soll die von außen betrachtet linke Hälfte des 430 Quadratmeter großen Hauses saniert werden. Größter Brocken wird dort der Fußboden sein, der komplett herausgerissen und erneuert werden muss. Fenster und Heizungsanlage sind dagegen noch in einem guten Zustand. Allerdings, so Tiedemann, müsse der Heizungskreislauf getrennt werden, zurzeit könne nur das ganze Haus beheizt werden. Im unteren Bereich soll dann unter anderem der Sitzungssaal entstehen, der sich solange noch in der anderen Gebäudehälfte befindet. Weiterhin soll es Zimmer für die Fraktionen und den Bürgermeister geben, auch ein Besprechungsraum ist vorgesehen. Im Obergeschoss könnten Büros oder Wohnungen eingerichtet werden, die anschließend vermietet werden sollen. „Die ersten Ausschreibungen für die Sanierung laufen bereits“, sagt Tiedemann. Wie es danach im anderen Gebäudeteil weitergeht, ist noch nicht entschieden. Auch die Nutzung steht noch nicht fest.

Im Lägerdorfer Rathaus befand sich bis zur Fusion der Gemeinde mit dem Amt Breitenburg vor zehn Jahren die Lägerdorfer Gemeindeverwaltung. Bis zu zehn Mitarbeiter und der hauptamtliche Bürgermeister haben dort gearbeitet. Anschließend wurden Teile des Gebäudes vermietet. Einer der letzten Mieter war die Polizei, die Ende 2010 wegen der baulichen Mängel das Gebäude verließ. Lediglich die Kommunalpolitiker und einige Vereine treffen sich heute noch zu Sitzungen und Zusammenkünften in dem roten Backsteingebäude.

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