Rathausfest: Nordlichter halten aus

Der Shantychor „Die Nordlichter“ bei seinem Auftritt unter Leitung von Hans Otto Sönnichsen (li.) mit seinem Akkordeon.
Der Shantychor „Die Nordlichter“ bei seinem Auftritt unter Leitung von Hans Otto Sönnichsen (li.) mit seinem Akkordeon.

Trotz schlechten Wetters gute Stimmung bei der Veranstaltung zugunsten der historischen Rathäuser in Wilster

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17. Mai 2015, 14:42 Uhr

Vor einem Jahr brannte die Sonne vom Himmel, diesmal zeigte sich der Wettergott von der ungemütlicheren Seite. Das 4. Rathausfest des Vereins „Historische Rathäuser in Wilster“ stand im Zeichen der Kälte und des Nieselregens, so dass auch der Publikumsandrang deutlich geringer war als beim 3. Rathausfest. Dennoch: Der Stimmung tat dies keinen Abbruch.

Holger Stamm als Vorsitzender des Fördervereins eröffnete die Veranstaltung und kündigte an, dass nicht nur der Erlös der Verkäufe an den Ständen in die Förderprojekte des Vereins fließen werden, sondern dass zusätzlich auch mit dem Klingelbeutel Spenden unter den Besuchern gesammelt werden. „Wir benötigen gut 5000 Euro, um zwei historische Kronleuchter zu elektrifizieren und deren Lüster neu zu schleifen“, sagte Stamm. Damit solle der restaurierte Gartensaal des Neuen Rathauses wieder mit den bislang eingelagerten alten Leuchtern ausgestattet werden.

Stamm hatte noch weitere Projekte im Hinterkopf: zum einen Investitionen in den Speicher des Alten Rathauses, der als Naturkundemuseum genutzt wird, zum anderen die Restaurierung der unansehnlich gewordenen Statuen im Bürgermeistergarten. Damit komme der Verein seinem Auftrag nach, die Stadt bei der Unterhaltung ihrer historischen Rathäuser zu unterstützen.

Unmittelbar nach dem ersten Programmteil musste der Shantychor „Die Nordlichter“ seinen Auftritt auf dem Rathaus-Parkplatz wegen Regens unterbrechen. „Sonst gehen unsere Instrumente kaputt“, begründete Chorleiter Hans Otto Sönnichsen die Pause. Danach aber ging es weiter mit Liedern von der See und der Küste, mit maritimen Schlagern, Seemannsliedern und Shantys. Anschließend unterhielt Andreas Laabs mit „Lagerfeuermusik“ auf seiner Gitarre. Dazu gehörten Songs von Johnny Cash, Elvis Presley und anderen. Mit „What.Would.I.Pat.Do?“ sowie „Timbo & Band“ ging es am späten Nachmittag weiter, ehe das Rathausfest mit der siebenköpfigen Band „max is alright“ aus dem Westerwald am Abend ausklang. Mit krachenden Rhythmen, furiosen Soli und einem dreistimmigen Gesang lieferte die Gruppe pure Energie auf dem zu einer Showbühne umfunktionierten Lkw-Anhänger ab.

Mit einem Kaffee- und Kuchenzelt, einem Imbisswagen und Getränkestand sorgte der Veranstalter für die Beköstigung der Künstler ebenso wie der im Verlauf des Nachmittags und Abends wachsenden Zahl an Besuchern. Die Kinder nutzten die Geräte des Wilstermarsch-Spielmobils und wetteiferten im Umgang mit Hammer und Nagel. Bauhandwerker Otto Andresen hatte das Nagelbrett mit einem verdeckten Ziel aufgebaut, in das die Jungen und Mädchen ihre Nägel platzieren und einschlagen durften. Wer dem Ziel am nächsten kam konnte einen kleinen Preis ergattern.

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