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Norddeutsche Rundschau

23. September 2017 | 18:40 Uhr

Umzug : Rathaus leert sich

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mitte September verlässt die Bauabteilung das Verwaltungasgebäude in Hohenlockstedt. Ober- und Dachgeschoss sollen vermietet werden.

von
erstellt am 16.Jul.2017 | 14:23 Uhr

Das neue Verwaltungsgebäude des Amtes Kellinghusen steht kurz vor der Fertigstellung – am 24. August erfolgt die Bauabnahme. Im September soll dann die Bauabteilung des Amtes, die jetzt noch im Hohenlockstedter Rathaus untergebracht ist, ins neue Gebäude nach Kellinghusen umziehen.

Wie es mit dem Rathaus, das bis zur Fusion zum Amt Kellinghusen im Jahre 2008 die gesamte Gemeinde- und Amtsverwaltung Hohenlockstedt beherbergt hat, weitergeht, hat jetzt der Finanz– und Wirtschaftsausschuss skizziert. Nach längerer Diskussion billigten die Mitglieder mehrheitlichen einen Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Carsten Fürst (BfH). Im Keller sollen das Rote Kreuz sowie der Seniorenbeirat einziehen, die bisher beide im angemieteten Treffpunkt 100 (Kieler Straße 100) ihr Zuhause haben. Im Erdgeschoss soll künftig der Bürgermeister sein Zimmer haben, auch sein Vorzimmer wandert vom ersten Stock eine Etage tiefer. Bleiben werden unten das Bürgerbüro, das Sitzungszimmer und das Trauzimmer. Nach diesen hausinternen Umzügen steht das gesamte Obergeschoss leer. Dieses soll, ebenso wie das Dachgeschoss, an Privatleute vermietet werden. Nach keine Empfehlung für die nächste Gemeindevertretersitzung wollte hingegen Klauspeter Damerau (BfH) abgeben. Er wollte den Punkt zurückstellen, zuvor müsse ein Raumkonzept erstellt werde. Auch eine Kostenrechnung liege nicht bevor. „Solange wir dieses nicht haben, kann ich nicht entscheiden, wie das Rathaus weiter verwendet werden soll.“ Erst müssten Daten und Fakten auf den Tisch. Mit seinen Vertagungsantrag scheiterte er jedoch im Ausschuss.

Im Gegensatz zu Damerau betonte Ljubow Ehrhardt (CDU), dass die Zeit sehr wohl dränge. „Wir haben zwei Mieter für die Räume und die wollen wissen, wie es weitergeht und wann sie einziehen können.“ Wenn jetzt nicht entschieden werde, drohe später ein Leerstand. Auch Fraktionskollege Udo Bujack hielt es für wichtig, jetzt die Ziele zu formulieren. „Dann können wir nach Wegen suchen, diese zu erreichen.“ Bedauern über die Entwicklung äußerte der SPD-Fraktionsvorsitzende Theodor Scheit. „Unser Herz und unsere Vergangenheit hängen an diesem Haus. Wir müssen aber akzeptieren, dass mit uns Dinge passieren, mit denen wir gemeinschaftlich nicht einverstanden sein können.“

Aufmerksame Zuhörer der Sitzung waren der ehemalige hauptamtliche Bürgermeister Horst Bollmann und der langjährige Bauausschussvorsitzende Werner Scheel (CDU). Beide begleiteten in den 80er Jahren den Umbau des damaligen Kommandantenhauses zu einem modernen Verwaltungsbau. Damals wurde der gesamte hintere Teil angebaut und in das bestehende Gebäude eingefügt. „Den Architekten haben wir mehrmals nach hause geschickt, bis es zu diesem Entwurf kam.“

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