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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 05:22 Uhr

Rang 4 in der Amateurklasse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wilsteraner J 70-Crew kommt mit vielen neuen Erfahrungen vom Segel-Europacup am Gardasee zurück

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2016 | 12:07 Uhr

Vom Europacup am Gardasee kehrte die unter der Flagge der Seglervereinigung Wilster fahrende J70-Crew mit einem guten 15. Platz in der Liste von 37 Startern zurück. Da die meisten Teams auf den vorderen Plätzen allerdings mit Profis besetzt waren, schafften es die Mannschaft mit Gordon (Steuermann) und Morten Nickel (Gennaker) sowie Nils Merten Färber (Fock) und Sebastian Rösle (Vorschiff) in der Amateurwertung auf Rang 4. Das sieben Meter lange Boot, der Typ wird auch in der Segel-Bundesliga benutzt, steht im Eigentum von SVW-Mitglied Hans-Jürgen Färber. „Für uns war es ein sehr lehrreiches Wochenende mit schönen Segelerinnerungen“, schreibt die Crew in einer Info an die Segelfreunde.

Bei einem ersten Training hatten die Segler das Revier auf die trickreichen Wandeffekte getestet. Die steilen Wände der Berge rings um den Gardasee stechen teilweise senkrecht ins Wasser und erzeugen besondere Winddreher, die man geschickt nutzen kann, wenn man bis ganz dicht an die Wände heran fährt. Abgerundet wurde die Trainingseinheit durch eine ausgiebige Badesession mitten auf dem See.

Die Windverhältnisse am Gardasee sind sehr speziell. Da der Gardasee in Nord-/ Südrichtung verläuft, bilden sich bei Sonneneinstrahlung und durch die hohen Berge Kanalisierungseffekte, die dafür sorgen, dass früh morgens der Wind aus Nord weht (Vento), mittags abflaut und nachmittags von Süden wieder einsetzt (Ora). Das hatte zur Folge, dass die Starts der ersten beiden Tage erst ab 13 Uhr angesetzt wurden.

Bei traumhaften Bedingungen von drei bis vier Windstärken gab es dann drei spannende Rennen. Die Wilsteraner Crew platzierte sich nach dem ersten Tag mit den Einzelergebnissen 10, 19, 18 auf dem 16. Rang. Taktisch war es entscheidend, bei leicht veränderten Windrichtungen zu beurteilen, wie stark der Wandeffekt sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite des Feldes Einfluss nehmen würde. Am Ende des Tages schob sich das Team dann noch einen Platz vor auf 15.

Für den Sonntag entschied die Wettfahrtleitung nicht während der Ora am Nachmittag zu segeln, sondern zur Vento am Vormittag zu starten. Die Startzeit wurde somit auf 8 Uhr vorverlegt, was den Wilsteranern in die Karten spielte, um am Nachmittag rechtzeitig die Rückreise antreten zu können. Der Wind am Vormittag war deutlich stärker als an den Vortagen.

„Wir trimmten unser Rigg deutlich um, damit wir den Druck an der Kreuz besser kontrollieren konnten. Die ersten beiden Rennen waren sehr turbulent und insbesondere an den Bahnmarken kam es zu kritischen Situationen, bei denen man sich besonders gegenüber den temperamentvollen Italienern behaupten musste. Leider kamen wir nicht über die Plätze 16 und 22 hinaus.“ Im letzten Rennen konnte man nach einem guten Start aber die geplante Linie segeln und wurde mit einem 4. Platz belohnt. Gut vorbereitet geht es jetzt zum Saisonfinale nach Berlin, zur German Open.

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