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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 10:25 Uhr

Ramsauer empfängt Kanalmitarbeiter

vom

Bundesverkehrsminister bedankt sich bei den Beschäftigten, die nach dem Schleusendesaster am 6. März den NOK wieder fit gemacht haben

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Brunsbüttel/Berlin | Überstunden, Wochenendschichten, Tauchgänge bei Minusgraden, es war ein außergewöhnlicher Einsatz, den die zirka 80 Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsämter Brunsbüttel und die Kollegen der benachbarten Ämter Kiel-Holtenau und Tönning nach der Sperrung beider großen Schleusenkammern in Brunsbüttel am 6. März am Nord-Ostsee-Kanal gezeigt haben. Mit allen zur Verfügung stehenden Kräften hatten Schlosser, Taucher, Ingenieure und weitere Mitarbeiter eine defekte Schleusenkammer innerhalb einer guten Woche repariert. Zum Dank hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer 30 Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsämter ins Bundesverkehrsministerium eingeladen.

"Ich freue mich sehr, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind und ich ihnen heute meinen persönlichen Dank für ihren herausragenden Einsatz aussprechen darf", erklärte Ramsauer. "Sie haben Anfang März in einer schwierigen Situation unter äußerst widrigen Umständen die dringend erforderlichen Maßnahmen erfolgreich durchgeführt. Damit haben Sie der internationalen Schifffahrt den Weg in den Nord-Ostsee-Kanal wieder frei gemacht."

Die Reparaturarbeiten gehen nach Ansicht des Bundesverkehrsministers gut voran. Ziel sei es, die Schleusen so weit zu ertüchtigen, dass sie in der Zeit bis zur Verkehrsfreigabe der fünften Schleusenkammer möglichst durchgängig funktionieren. Durch ihren außergewöhnlichen Einsatz und ihren Sachverstand hätten sich die WSA-Mitarbeiter "weit über Norddeutschland hinaus Anerkennung und Respekt verschafft". Ihr professionelles Vorgehen habe einmal mehr deutlich gemacht, "welch hohe Kompetenz die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung auszeichnet."

Im kleinem Rahmen gab der Minister den Mitarbeitern Einblick in sein Ministerium und erkundigte sich über den Fortgang der Reparaturen und die Arbeitsbedingungen an den Brunsbütteler Schleusen.

An der Schleuse Brunsbüttel werden zurzeit die Arbeiten an der großen Südkammer fortgeführt, die im Winter 2012 unterbrochen werden mussten. Anschließend wird bis zum Jahresende die große Nordkammer ertüchtigt. Bis dahin stehen der Schifffahrt eine große und die beiden kleinen Kammern zur Verfügung. Um bei weiteren nicht auszuschließenden Schleusensperrungen schnell handeln zu können, hat Ramsauer eine Einsatztruppe bewilligt, die für etwaige Reparaturen sofort zur Verfügung steht. So können Sperr- und Wartezeiten für die Schifffahrt so gering wie möglich gehalten werden. Die Schifffahrt wird außerdem über die Webseiten der NOK-Ämter über aktuelle Wartezeiten schnell informiert (wir berichteten).

Die Verkehrsfreigabe der dritten großen Schleuse wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2020 erfolgen. Ramsauer betonte, die Schleuse in Brunsbüttel sei bei weitem nicht die einzige erforderliche Maßnahme, um den Nord-Ostseekanal fit für die Zukunft zu machen. "Ich habe für den NOK einen Maßnahmen- und Investitionsplan erstellen lassen, der erstmals alles, was zu tun ist, zusammenfasst und die dafür nötigen finanziellen Mittel aufführt. Wir brauchen ein klares Bild von den Herausforderungen, vor denen wir stehen", so der Minister. Er werde sich weiterhin vehement dafür einsetzen, dass die Infrastruktur nicht weiter auf Verschleiß gefahren werde und die für Instandhaltung nötigen Mittel bereit gestellt werden.

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