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Werksbesichtigung : Raffinerie lädt zum Besuch ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Tag der offenen Tür in Hemmingstedt mit Werksrundfahrten, Informationen rund um die Erdölverarbeitung und Unterhaltungsprogramm

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 11:05 Uhr

Es ist acht Jahre her, dass die Raffinerie in Hemmingstedt zuletzt Außenstehenden den Blick hinter die hohen Werkszäune erlaubt hatte. Damals gehörte der Betrieb noch zur Shell, seit drei Jahren ist das Unternehmen Teil der Klesch-Gruppe mit Hauptsitz in Genf. Es sei an der Zeit, mal wieder die Tore für interessierte Besucher zu öffnen, so Pressesprecherin Petra Klähn. Am Sonnabend, 31. August, lädt die Raffinerie Heide (so der offizielle Name) daher von 10 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.

Die Anfänge der Raffinerie liegen über 150 Jahre zurück, als in Hemmingstedt ein Asphaltlager entdeckt wurde. Doch die Ausbeutung des Ölkreidelagers erwies sich als zu aufwändig. In den 1930-er Jahren wurden Ölfelder in der Region festgestellt, ab 1940 entstand eine leistungsfähige Raffinerie, die 1945 allerdings zerstört wurde. Es begann ein erneuter Aufbau. Heute verarbeitet der Betrieb Erdöl mit einer Jahreskapazität von 4,5 Millionen Tonnen. Ein Teil kommt aus der Förderung der Bohrinsel Mittelplate, ein Teil wird zugekauft. Die Raffinerie beliefert mit speziellen Produkten die chemische Industrie in Brunsbüttel ebenso wie den Hamburger Flughafen. Das Werk gibt 540 Menschen, darunter 40 Azubis, Arbeit – und ist damit im nördlichen Dithmarschen nach dem Heider Westküstenklinikum größter Arbeitgeber.


130 Mitarbeiter eingespannt


Beim Tag der offenen Tür werden sich allein 130 Mitarbeiter um Besucher kümmern und zeigen, was die Raffinerie heute leistet. Eine für das Werk aufwändige Veranstaltung. Aber, so Petra Klähn, damit könne am besten dem Interesse begegnet werden. Denn es gebe seit langem immer wieder viele Anfragen für Werksbesichtigungen, „die wir in dem Maße aber gar nicht bedienen können“. Ein Jahr lang hat eine 17-köpfige Arbeitsgruppe den Tag vorbereitet.

Zwei Aspekte sollen am 31. August herausgestellt werden: die hohen Sicherheitsstandards der Raffinerie und ihre Leistungsfähigkeit. Im wesentlichen findet der Tag der offenen Tür vor dem sensiblen Betriebsgelände statt.

Auf dem Parkplatz vor dem Verwaltungsgebäude wird über die Geschichte des Betriebs, Rohöl und Umweltschutz ebenso informiert wie über die Ausbildung in der Raffinerie. Zudem haben Besucher die Möglichkeit, den Blick in drei Labore und die beiden Messwarten, von denen aus das Werk gesteuert wird, zu werfen. Dort, an Tor 1, starten auch alle 15 Minuten Werksrundfahrten, vier Touren sind sogar op Platt.

Der zweite Bereich ist bei der Feuerwehr. Die stellt ihre Geräte vor und es gibt Mitmachaktionen wie Spritzwand und Schlauchzielwurf. Wer mag, kann sich mit dem Kran in luftige Höhen heben lassen und von oben auf das Werk schauen.

Zum Rahmenprogramm gehören Livemusik der Gruppen Swynx und Landrock sowie Musik aus der Konserve, aufgelegt von DJ Crazy Ardo. Das Team des Hemmingstedter Kindergartens übernimmt zudem die Betreuung der Jüngsten. Schließlich lockt ein Gewinnspiel mit hochkarätigen Preisen. Auch dies steht unter dem Motto „Familientag“. Hauptgewinn ist eine Übernachtung im Lindner Parkhotel Hagenbeck samt Eintritt in den Tierpark für eine Familie. Zweiter Preis ist eine Familienfahrt nach Helgoland, dritter ist eine Jahreskarte für das Multimar Wattforum in Tönning.

Bei 3000 erwarteten Besuchern muss reichlich Parkraum vorgehalten werden. Autostellplätze sind ausgeschildert, regelmäßig fahrende Schuttlebusse bringen die Besucher zur Veranstaltung und später auch wieder zurück. Der Tag der offenen Tür habe auch einen wohltätigen Aspekt, betont Petra Klähn: Der Erlös aus dem Speisen- und Getränkeverkauf soll gespendet werden. An wen das Geld fließen soll, ist noch offen, die Belegschaft kann entsprechende Vorschläge einreichen.

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