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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 15:16 Uhr

Radweg für die Koogstraße

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Graue Panther fürchten in der Brunsbütteler Einkaufsmeile um Sicherheit der Fahrradfahrer

von
erstellt am 25.Aug.2015 | 06:31 Uhr

Seit zwei Jahren ist die Koogstraße für Radfahrer in beiden Richtungen geöffnet. Brunsbüttels Einkaufsmeile ist ab Kautzstraße bis zur Ostermoorer Straße eine Einbahnstraße. Ein Grund für diese Öffnung waren zunehmend kritische Situationen zwischen Radfahren auf dem Fußweg und Kunden, die aus den Geschäften traten – mitunter direkt vor einen Radler.

Die auf die Straße zu schicken sei der richtige Weg gewesen, sagt Bauamtsleiterin Astrid Gasse. „Das ist gut so, wie es ist.“ Autofahrer und ihnen in der Einbahnstraße entgegen kommende Radler hätten sich miteinander arrangiert. In anderen Städten sei längst üblich, wozu sich Brunsbüttel erst im Juli 2013 entschieden hatte. Natürlich, so Gasse, „es ist erstmal eine Umstellung“. Der einzige Knackpunkt ist für sie die Kreuzung mit der Kautzstraße. Da müssen Radfahrer offiziell absteigen, ihren Drahtesel zur Ampel beim Schuhgeschäft schieben und können dann auf der anderen Seite wieder losfahren – ebenfalls auf der Straße, aber nicht mehr gegen den Verkehr.

Ratsherr Heinz Zindler von den Grauen Panthern ist nicht so glücklich mit der aktuellen Lösung. Ihm schwebt ein eigens ausgewiesener Radweg in der Koogstraße vor. Das könnte beispielsweise bedeuten, dass die Parkplätze in diesem Bereich auf einer Straßenseite entfallen und durch einen Radweg ersetzt werden, der Begegnungsverkehr zulässt. Ein kleiner Grünstreifen dient als als Puffer zum Gehweg. „Neben Verkehrssicherheit würde unsere Koogstraße durch diese Maßnahme an Attraktivität gewinnen“, ist Zindler überzeugt. Der Bauausschuss wird diesen Vorstoß demnächst aufgreifen.

„Man kann sich so einen Radfahrstreifen wünschen, aber das bringt nur eine Scheinsicherheit“, sagt Astrid Gasse mit Blick auf die Einschätzung solcher Trassen durch Verkehrsexperten.

Dass die Kaufleute freiwillig auf Parkplätze an ihren Geschäften verzichten, gilt als wenig wahrscheinlich. Ein gewichtiges Argument dürfte auch sein, dass die Koogstraße vor noch nicht einmal zehn Jahren umgestaltet worden war und die Anlieger an den Kosten beteiligt wurden. Ob die schon wieder mit Ausbaubeiträgen belastet werden können, bezweifelt Astrid Gasse.

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