zur Navigation springen

Verkehrsunfall mit Folgen : Rabiater Widerstand nach Unfall

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein 25-Jähriger verursacht in Itzehoe eine Kollision am späten Sonntagabend und wehrt sich danach heftig gegen Blutprobe.

Erst hatte er vermutlich Drogen genommen, dann verursachte er einen Unfall, um danach gegenüber der Polizei erheblichen Widerstand zu leisten: Auf einen 25-jährigen Itzehoer kommt viel Ärger zu.

Es passierte Sonntag um 22.21 Uhr: Der 25-Jährige fuhr vom Berliner Platz kommend mit seinem BMW auf der Straße Große Paaschburg. An der Kreuzung mit der Ritter- und der Hindenburgstraße nahm er einem Ford die Vorfahrt. Die Fahrzeuge kollidierten und kamen auf dem Gehweg und auf der Fahrbahn zum Stillstand. Die Freiwillige Feuerwehr wurde umgehend alarmiert mit der Meldung, ein Auto sei gegen ein Haus gefahren, ein Mensch sei eingeklemmt. Als die Helfer eintrafen, hatten sich aber alle Autoinsassen selbst befreien können.

Sowohl der 25-jährige Unfallverursacher als auch der Ford-Fahrer (50) und seine drei Begleiter und Begleiterinnen klagten über Schmerzen. Alle kamen ins Krankenhaus, wo dem BMW-Fahrer zudem eine Blutprobe entnommen werden sollte. Denn während der Unfallaufnahme habe sich der Verdacht erhärtet, dass er unter dem Einfluss von Rauschmitteln stand, so Polizeisprecherin Merle Neufeld. Einen Drogenvortest habe der „emotional sehr erregte Mann“ abgelehnt und schon am Unfallort seinen Widerstand gegen die Blutprobe angekündigt.

Bei den Worten beließ er es nicht: Im Klinikum beleidigte der Itzehoer die Polizisten heftig, spuckte mehrfach vor ihre Füße und ging schließlich mit einem erhobenen Bürostuhl auf die Beamten los. Nach dieser Attacke brachten die Einsatzkräfte den Angreifer zu Boden und fixierten ihn. Letztlich beruhigte sich der 25-Jährige und ein Arzt entnahm ihm Blut. Ein Beamter erlitt leichte Verletzungen, blieb aber dienstfähig.

Das Ergebnis des Drogentests steht aus, eine Anzeige wegen des Unfalls wurde gefertigt. Der 25-Jährige muss sich zudem wegen Widerstands, Körperverletzung und Beleidigung verantworten.


zur Startseite

von
erstellt am 16.Mai.2017 | 06:06 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen