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Bürgerengagement : Quartett erntet Lob und Anerkennung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadt Wilster und Amt Wilstermarsch ehren vier verdiente Mitbürger für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 16:49 Uhr


Hans Dieter Hilgers


„Wer so lange in unserer Stadt lebt und aktiv ist, wird automatisch Wilsteraner.“ Neben der endgültigen „Einbürgerung“ hatte Bürgermeister Walter Schulz für Hans Dieter Hilgers viel Lob und Anerkennung für ein Lebenswerk. Der gebürtige Kölner war 1960 aus beruflichen Gründen nach Wilster gekommen. Hier lernte er nicht nur seine Frau kennen, er engagierte sich auch für die SPD in der Kommunalpolitik. 1972 wurde er bürgerliches Mitglied im Werkausschuss, zwei Jahre später Ratsherr. Hilgers war Vorsitzender mehrerer Ausschüsse, zeitweise 1. Stadtrat und Stellvertreter des damals noch hauptamtlichen Bürgermeisters. 2008 zog er sich in den Ruhestand zurück. Schulz sprach von einem außergewöhnlichen Engagement. „Ohne solche Menschen würde unser Gemeinwesen nicht funktionieren und unbezahlbar werden. “ Hilgers dankte und mahnte: „Kommunalpolitik braucht aber auch Nachwuchs.“


Karl-Wilhelm Steenbuck


17 Jahre lang war Karl-Wilhelm Steenbuck Pastor der evangelischen Kirchengemeinde in Wilster – 2005 wechselte er in den Ruhestand. „Während etliche Ruheständler sich aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen haben, ist er weiter aktiv“, würdigte Bürgermeister Walter Schulz das Engagement von Steenbuck in den vergangenen zehn Jahren. „Beispielhaft“ sei sein Einsatz für die in der Stadt untergekommenen Flüchtlinge. Schulz: „Angesichts der Flüchtlingssituation nahm er sich kurzentschlossen mit vielen weiteren Helfern dieser Menschen an, organisierte Hilfe und Betreuung.“ Der Bürgermeister betonte, dass wir aus humanitären Gründen und aus dem christlichen Glauben heraus moralisch zur Hilfe verpflichtet seien. Er ermunterte die Bevölkerung dem Vorbild von Steenbuck zu folgen. Der Pastor selbst erwiderte bescheiden, dass er die Ehrung nur stellvertretend für viele andere Helfer annehme.


Gerda Looft


Ohne sie wäre die Wilstermarsch ein Stück ärmer. Davon jedenfalls ist Amtsvorsteher Helmut Sievers überzeugt. Mit Gerda Looft ehrte er eine Frau, die sich um das kulturelle Leben im ländlichen Raum verdient gemacht habe. Als noch immer begeisterte Landwirtin sei sie in jungen Jahren dem Landfrauenverein und dem örtlichen DRK beigetreten. Vor fast 40 Jahren war sie bei der Gründung der Trachtengruppe des Landfrauenvereins dabei, übernahm später auch die Leitung von Gesche Huusmann. „Viele neue Volkstänze wurden unter ihrer Regie einstudiert“, so Sievers, der auch an die Teilnahme von internationalen Folklorefestivals erinnerte. Vor 20 Jahren rief die Brokdorferin dann einen DRK-Tanzkreis ins Leben. Sievers: „Oberstes Gebot ist es für sie, auch im Alter Körper und Geist fit zu halten.“ Nur ihr Wunsch, auch eine Männer-Tanzgruppe in klassischer Tracht einzubinden, erfüllte sich nicht.


Otto Vollmert


Er sei ein Urgestein der Feuerwehr: Mit diesen Worten rief Amtsvorsteher Helmut Sievers den Dammflether und seit gut einem Jahr in Wilster lebenden Otto Vollmert auf. „Zur Pflicht der ländlichen Männerwelt gehört die Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Otto Vollmert hat daraus eine Passion gemacht.“ 56 Jahre lang gehört er der Feuerwehr in seiner Heimatgemeinde an, davon 14 Jahre als Wehrführer und jetzt als Ehrenwehrführer. Damit nicht genug: Acht Jahre lang wirkte Vollmert in der Gemeindevertretung mit, seit fast zehn Jahren organisiert er regelmäßige Seniorennachmittage und seit einem Jahr eine gemeinsame Weihnachtsfeier für ältere Mitbürger und Feuerwehrleute. Darüber hinaus übernahm er landwirtschaftliche Datenerfassung mit Viehzählung und Bodenerhebung. „Er hält mit Herz und Einsatz die dörfliche Gemeinschaft zusammen“, schloss Sievers.

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