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Beschleunigungsrennen : Qualmende Reifen und Motorenlärm

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mehrere Tausend Besucher kommen zum zweiten Beschleunigungsrennen auf dem Flugplatz Hopen nach St. Michaelisdonn. Neben zahlreichen Zweirädern gehen auch Autos auf die Strecke.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2013 | 05:38 Uhr

Dröhnende Motoren, qualmende Reifen und packende Zweikämpfe – Motorsportbegeisterte aus ganz Deutschland und Dänemark fanden den Weg auf den Flugplatz Hopen bei St. Michaelisdonn. Bereits zum siebten Mal war die Start- und Landebahn des Dithmarscher Luftsportvereins Austragungsort für das Beschleunigungsrennen für Jedermann über die Viertel- und Achtelmeile. Nicht nur leistungsstarke Zweiräder, sondern auch vierrädrige PS-Giganten gingen vor den Augen tausender Zuschauer an den Start und schossen im Sekundentakt über die Ziellinie.

„Das ist Adrenalin pur. Ich liebe den Kick, den du auf der Piste erhältst und diese Art des Duellierens“, sagte Veit Joost. Das Beschleunigungsrennen war für den 23-jährigen Biker aus Geesthacht erst das zweite Rennen dieser Art. Bereits nach dem ersten Start in Rothenburg habe er Blut geleckt und gewusst, das dies seine neue Passion sein wird. Seine Honda CBR 1000 Firebird, die mit ihren 178 PS locker die 300-Km/h-Mauer durchbricht, gab der gelernte Eloxierer vor dem Rennen in die Hände des Dragracing-Teams „Ladedruckjungs Pinneberg“, die das Bike leistungstechnisch nochmals optimierten. „Die Qualifikation lief schon mal super“, zeigte sich Joost zuversichtlich für die Hauptrunde.

Alles andere als gut lief es hingegen für Michael Hansen aus Itzehoe. Konnte der 27 Jahre alte Hobbyschrauber mit seinem Poket-Bike bei dem Rennen im Juni noch ganz vorn in seiner Wertungsklasse mitfahren, schaffte er es dieses Mal nicht einmal an den Start. „Ich habe gestern einen größeren Rennvergaser eingebaut und hatte zunächst Probleme die richtige Mischung zu finden, doch nun ist der Zylinder fest“, ärgerte sich Hansen. Gemeinsam mit seinem Kumpel Tobias Friedrich (28) versuchte er den Fehler an dem getunten Motor zu finden, um doch noch mit einem 50 Zentimeter hohen Zweirad an den Start gehen zu können. Kontrahent Luca Neubauer (16) aus Elmshorn witterte aufgrund der Probleme seinerseits die Chance auf eine gute Platzierung, er wusste um die Stärke seines Gegners aus der Steinburger Kreisstadt.

Abseits der Piste sorgten nicht nur zahlreiche ausgestellte Oldtimer und US-Cars, die Liveband Nogge und das Fahrerlager für Abwechslung und Unterhaltung. Insbesondere die Brüder Kai und Daniel Sedlak fesselten mit waghalsigen Sprüngen und atemberaubenden Stunt-Einlagen, die sie auf dem Feld neben der Rennstrecke mit ihren Crossmaschinen darboten, das Publikum. Die beiden 23 und 24 Jahre alten Profifahrer des JS Racing Team aus Rehm-Flehde-Bargen fahren nicht nur weltweit Motocrossrennen, sondern reisen ebenfalls mit ihrer Freestyle Motocross Show um den gesamten Erdball. Nach einer Tour entlang der US-amerikanischen Ostküste, Kanada und China steht in zwei Wochen eine Fahrt nach Afrika im Kalender der FNX-Profis aus Dithmarschen.

Für die Veranstalter Sven Franzen alias Hanson und Michael Ebsen sowie deren Helfer-Crew war ein zusätzliches Highlight der Besuch des privaten Fernsehsenders DMAX. TV-Reporter Tommy Scheel drehte für die Sendung „Eine Stadt, ein Tag, ein Mann“ einen 45-minütigen Fernsehbeitrag, der voraussichtlich im Oktober zu sehen sein wird.

Froh zeigten sich die Cheforganisatoren indessen nicht nur darüber, dass die Veranstaltung vom Regen verschont blieb und Tausende Motorsportfans zu Gast waren, sondern vor allem, dass der Dithmarscher Luftsportverein die Start- und Landebahn den Veranstaltern kurzfristig für eine zweite Motorsportveranstaltung in diesem Jahr zur Verfügung gestellt hatte. Ursprünglich sollte die Veranstaltung auf dem Flugplatz Husum-Schwesing stattfinden. Nach einer unerwarteten Absage von Seiten des dortigen Flugplatzbetreibers musste jedoch spontan umorganisiert werden, was ihnen alles in allem gut gelang, wie ihnen die Teilnehmer bestätigten.

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